Lissabon? Muss man sehen!
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Blick von Christo Rei nach Lissabon |
Lissabon ist nicht riesig. Aber die Fülle an Sehenswürdigkeiten ist kaum zu überblicken. Das geht in die hunderte, wenn man Museen (über 30!), Parks, tolle Bauwerke, Burgen, Kirchen, und was weis ich noch alles zusammen zählt. Deswegen ist Lissabon bei den Reiseveranstaltern auch unter den ersten Plätzen. Zigtausende Touristen schieben sich gegenseitig durch die Gassen und Bars.
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Touristen bringen Geld |
Zwischen all den Touristen bewegen sich auch ein paar wenige Portugiesen, die nur dazu da sind, diesen zu dienen oder den Zaster aus den vollen Taschen zu locken. Aber freundlich sind sie sehr. Sogar gegenüber den in Europa inzwischen unbeliebten Deutschen.
Ich selbst war sechs Tage in Lissabon und Umgebung. Diese sechs Tage reichen gerade eben, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu bewundern.
Richtig geil ist z.B. eine Fahrt mit den alten Straßenbahnen. Die sind im Prinzip ein ganz normales öffentliches Verkehrsmittel, aber die heimliche Attraktion unter den Touristen.
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Die Straßenbahn. Ein Abenteuer! |
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Chaos. Das Foto habe ich von einer 3. Tram aus aufgenommen |
So eine Straßenbahnfahrt ist ungefähr wie Achterbahn, vor allem wenn es der Fahrer eilig hat und man drinnen auch stehen darf. Dann gehts mit affenartiger Geschwindigkeit durch Gassen die so eng sind, das man den Leuten die Kaffeetassen durchs Fenster vom Tisch stehlen könnte. Oder das Bier. Am interessantesten sind die Linien 12 und 28. Voll geil. Ich bin einen Vormittag lang nur Bimmelbahn gefahren. Ich kann euch leider nicht sagen, was eine Einzelfahrt kostet. Ich hatte eine Lisboa-Card. Die kostet 39 Euro und man darf mit der 3 Tage lang ermäßigt Museen und so besuchen und alle (!) öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt benutzen. Busse, U-Bahn, Straßenbahn ob neu oder alt. Alles! Und man erspart sich mit der Lisboa Card das nervige Fahrkarten kaufen an umständlichen Automaten.
Die Metro ist das wichtigste Verkehrsmittel und das Liniensystem ist le
icht zu begreifen und man kommt schnell überall hin. Zum Beispiel ins ehemalige Expogelände "Parque das Nações".
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Centro Commercial "Vasco da Gama" |
Hier sieht man das Centro Commercial "Vasco da Gama", über dessen riesiges Glasdach ständig Unmengen von Wasser laufen zur Kühlung.
Oder das zweitgrößte Meeresaquarium der Welt. Spektakulär!
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Mehr als nur Meer! |
Allein im "Parque das Nações" habe ich eine ganzen Tag verbracht. Es gibt zu viel zu sehen. Auch hier reicht ein Tag eigentlich gar nicht.
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Nein! Wir sind nicht in Dubai. Im Hintergrund die Ponte de Vasco da Gama 17 km lang. Das Gebäude ist ein Luxushotel. Die Plattform oben leider geschlossen. |
Ein Muss ist auch ein Besuch der riesigen Statue "Christ Rei". Dazu muss man mit der Fähre über den Tejo fahren in den Stadtteil Almada. Von dort folgt man einfach der Ausschilderung. Eine Stunde Fußmarsch muss man in Kauf nehmen. Oder man nimmt ein Taxi oder Stadtrundfahtsbus. Ich bin natürlich zu Fuß hinauf. Ich wollte mir die überwältigende Aussicht verdienen.
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Christ Rei mit Aussichtsplattform in 75 Meter Höhe. Die Statue obendrauf ist nochmal 28 Meter hoch. |
Im Jesus drin ist ein Aufzug, der den Tourist für 3 Euro zur Aussichtsplattform bringt. Und auch wieder hinunter. Treppen gibts nur für den Notfall. Und ne Kapelle ist auch drin und ein Souvenierladen. Rechnet man den Berg hinzu, befindet man sich ca. 200 Meter über dem Fluss. Die Statue selbst ist die 6.größte der Welt.
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Ponte de 25.Abril 3,2 Kilometer lang, Fahrbahn in 70 Meter Höhe, Züge fahren unter der Autobahn |
Ein anderes irres Objekt ist der 113 Jahre alte Elevador de Santa Justa, der die Stadtteile Baixa und Chiado verbindet. Wenn man Pech hat, muss man eine Stunde warten bis man rein kommt um die wenige Sekunden dauernde Fahrt zu genießen. Am besten ist es, ab und zu vorbei zu schauen und die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, wenn die Schlange mal kurz ist. Oben gehts dann über einen Steg in eine der ältesten Stadtteile Lissabons.
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Elevador "Santa Justa" über 100 Jahre alt |
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Blick von oben nach unten |
Von hier oben ist es nur ein Katzensprung zu den Überresten der Kirche, die als einzige nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im Jahre 1755 nicht wieder aufgebaut wurde. Drinnen ist auch ein Museum mit Mumien und so.
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Mahnmal zum Erdbeben 1755, Igreja do Carmo |
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Schöne lange Haare |
Eigentlich ist es unmöglich, ganz Lissabon in einen einzigen Blog zu packen. Es gibt zu viel zu sehen. Ich werde noch einen zweiten Teil nur über Lissabon schreiben müssen....
Bis bald im Wald, euer Rübezahl...