Montag, 26. Februar 2024

Der Mittelpunkt von Niedersachsen

 Der Mittelpunkt von Niedersachsen bei Hoyerhagen


Ich bin damals am 13.08.2019 von Gehlbergen nach Hoya gewandert. Ehrlich gesagt ist mir von diesem Tag nicht viel in Erinnerung geblieben! Das ich fast nur auf unschönen Teerstraßen unterwegs war, das weiß ich noch sehr genau, teilweise direkt neben einer stark befahrenen Landstraße (L330). Und das ich von Bremen aus den Bus hin und zurück nehmen musste, mit dem ich ewig unterwegs war. 

Was mir noch im Gedächtis blieb, war das Mistwetter mit Gewitter und Sturm. Zum Glück hatte ich meinen riesigen Schirm dabei, obwohl der bei Sturmböen oft nutzlos war. So gesehen waren die vielen Teerwege heute sogar ganz praktisch, obwohl ich sonst kein Freund befestigter Wege bin.

Der Mittelpunkt Niedersachsens selbst ist recht schön gestaltet. Mittlerweile sieht er nochmal anders aus, als bei meinem Besuch vor jetzt fast 5 Jahren. Es gibt einen Unterstand und Bänke, umrahmt von Infotafeln und Flaggen. Wie ich erfahren habe, gibt es jetzt einen neuen Unterstand und die Bänke und Tische stehen jetzt auf mit Kopfsteinpflaster befestigtem Grund.




Ihr müsst nordwestlich in der Nähe von Hoyerhagen die Kreuzung der Wege "Wehrenberg" und "Im Tiefen Bruch" suchen, dann kann man den Mittelpunkt nicht mehr übersehen. Berge gibt es hier auch keine. Überall ist freies Feld, was dem Wind nichts entgegenzusetzen hatte.




Weil ich nochmal eine lange Rückfahrt mit dem Bus hatte, nahm ich mir auch nicht viel Zeit, Hoya, Sitz der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, zu besichtigen. Das Schloß Hoya wurde sowieso zum Großteil abgerissen. Einige Fachwerkbauten gibt es noch zu sehen und einige kleine Museen. Da ich aber schon einige Regengüsse über mich ergehen lassen musste, hatte ich keine Lust auf eine Besichtigungstour.



So,ihr Lieben!
Das war mein kurzer Bericht von der Eroberung des Mittelpunktes von Niedersachsen. Wenn es euch gefallen hat, bin ich glücklich. Wenn nicht, bin ich trotzdem glücklich. Tja....
 

Bis bald im Wald ... euer oller Waldkauz Rübezahl!



Sonntag, 26. November 2023

Höchster Berg von Mecklenburg-Vorpommern

Die Helpter Berge (179,2m), der höchte Berg Mecklenburg-Vorpommerns

Die Helpter Berge habe ich heute erwandert. Gestartet bin ich in Oertzenhof und gezielt habe ich auf den Bahnhof Strasburg (Uckermark). Wer weiß, wo die Uckermark ist, weiß auch, wo ich mich heute herumgetrieben habe.



Der Weg zum Helpter Berg ist gut ausgeschildert und führte mich leider zum größten Teil über befestigte Wege. Das hat man im Norden Deutschlands oft! Das liegt an der hohen Dichte an Radwegen, dem sich hier die Wanderer unterordnen müssen. Deshalb wandere ich auch viel lieber im Süden und in den Mittelgebirgen. Zumindestens im näheren Umkreis rund um den Helpter Berg waren die Wege naturbelassen und ein dichter Laubwalöd spendete etwas Kühle an diesem heißen Tag.

Der Helpter Berg kommt in Sicht



Den Helpter Berg, der im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt, zieren ein 170 Meter hoher Sendeturm und abermillionen Mücken. Die sieht man auf den Fotos nicht, aber glaubt mir, sie waren da und stachen auch eifrig auf mich einsamen Wanderer ein. Zum Glück hatte ich mein Antibrumm dabei. 
Die Landschaft nennt sich "Rückland der Mecklenburg-Brandenburger Seenplatte". Von der Seenplatte sah ich auch nicht so viel. Der größte See in der Gegend nennt sich Großer Totensee und ist fast vollständig verlandet, weshalb ich ihn auch nicht sah. Seenplatte hin oder her, eine gute Wurstplatte ist mir sowieso lieber.

Der Helpter See




Auf dem Gipfel des Helpter Berges gibt es ein Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, eine Schutzhütte und die oben schon erwähnten Mücken. Am 29.06.2020 war ich dort und ich empfehle eine mückenfrei Jahreszeit für den Aufstieg. Apropos Aufstieg, er ist nicht sehr lang, hat aber teilweise sogar 10% Steigung.


Der südlichste Punkt der blauen Linie markiert im obigen Diagramm den Helpter Berg. Sehens- und erwähnenswert ist noch der "Findling von Mildewitz" am Rande des Helpter Waldes.




Unterwegs wurde durch ein-zwei kurze Schauer die Mückenplage etwas gemildert. Meine durch die 22 Kilometer lange Wanderung überwiegend auf Teer schmerzenden Füße waren sehr dankbar, als ich mein Ziel am Bahnhof Strasburg/Uckermark erreichte.


So ... das wars für heute,
es grüßt des Wahnsinns fette Beute...

... euer oller Waldkauz Rübezahl!

Dienstag, 7. November 2023

Der Mittelpunkt von Mecklenburg-Vorpommern

Teterow, der Mittelpunkt Mecklenbur-Vorpommerns 

Wer kennt es nicht, das Städtchen Teterow? Zweimal war ich hier am Mittelpunkt Meck-Pomms. Warum zweimal? Das erste Mal war ich hier am 16.08.2019 nach einer durchzechten Nacht in Hamburg und einigen Trinks im Zug mit einem sympathischen Sitznachbarn. Ich hatte es an diesem Tag gerade Mal vom Bahnhof zum Mittelpunkt und zurück geschafft. 3,8 Kilometer in Begleitung eines Katers. Zum Glück gab es am Marktplatz geöffnete Cafes, wo ich das Mistvieh mit Kaffee und Mineralwasser etwas behandeln konnte. Aber der Kater war ziemlich hartnäckig.

Mittelpunkt M.-V. 

Das Bild oben ist vom zweiten Besuch des Meck-Pomm-Mittelpunktes am 31.05.2022. Ich stehe dort direkt am Mittelpunkt mitten auf dem Marktplatz vor dem Rathaus der Stadt Teterow. Teterow hat übrigens 9000 Einwohner. Zugegeben, der Mittelpunkt sieht aus wie ein hundsgewöhnlicher Gullydeckel! Wenn man Pech hat und Markttag ist, kann es sein, das ein Marktstand auf dem Mittelpunkt steht. Dann muss man warten, bis der Marktstand abgebaut ist um ihn vernünftig zu knipsen.

Gully-Mittelpunkt Meck-Pomms vorm Rathaus

Der Mittelpunkt von Mecklenburg-Vorpommern

Ich hatte Glück und der Mittelpunkt war frei zugänglich. Heute war ich auch in der Lage den Mittelpunkt mit einer Wanderung zu verbinden. Ich war am Tag vorher nicht versackt. Teterow liegt im Landkreis Rostock und hat in der Nachbarschaft einen schönen See der natürlich Teterower See heißt und sogar zwei Inseln innendrin hat. Wenn man ihn umrunden möchte, muss man 15 Kilometer einplanen. Soviel Zeit hatte ich leider nicht.



Es gibt am, beim und im See viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Auf der Burgwallinsel gibt es Spielplätze, Badestellen und sogar einen Aussichtsturm mit Restaurant. Wer die Kunst des Segelns beherrscht, kann sich hier auch austoben. Ich wollte lieber in die Natur und wanderte auf die Insel "Sauerwerder", was ich bald bereute. Abermillionen Mücken fielen über mich her, so das ich trotz Wärme meine Jacke herausholte und diese flink anzog. Sogar die Kapuze zog ich über den Kopf und schnürte sie so zu, das nur noch die Nase herausguggte. Von diesen dramatischen Vorgängen gibt es leider keine Bilder. Auf der Burgwallinsel war ich nicht. Keine Lust auf Menschen. Hätte ich das mit den Mücken vorher gewusst, hätte ich die Menschen auf der Burgwallinsel vorgezogen. Abere zum Umplanen war es jetzt zu spät.

Cafe am Markt in Teterow


Später trank ich am Marktplatz in Teterow noch einen gemütlichen Kaffee im Cafe. Nach der panischen Flucht vor den Stechmücken hatte ich mir den verdient. Zu einem kleinen Stadtrundgang reichte die Zeit auch noch.

Das Rostocker Tor in Teterow


Sogar meinen Kater vom ersten Besuch in Teterow fand ich wieder. Nachdem ich ihn ausgiebig gestreichelt hatte begab ich mich zum bahnhof und fuhr nach Rostock auf der Suche nach neuen Abenteuern.

Start und Ziel war heute der Bahnhof Teterow.

Das war's vom Mittelpunkt Mecklenburg-Vorpommerns. Wie immer bis zum nächsten Mal, grüßt euer Waldkauz Rübezahl.



Freitag, 20. Oktober 2023

Der höchste Berg des Bundeslandes Hessen

Die Wasserkuppe ist 950 Meter hoch


Gestartet bin ich am 21.06.2020 in Altenfeld (Röhn), Zielbahnhof war Gersfeld (Röhn). Es wurden 19 Kilometer und 610 Höhenmeter bei Sonne und ein paar Wolken.
Da heute Sonntag war und obendrein noch schönes Wetter, sind die Menschen in Herden auf den Berg gewandert.
Es gibt dort oben eine alte Radarstation, in der jetzt eine Multimediashow und eine Miniausstellung zu bewundern sind. Es gibt einen Segelflugplatz und es ist ein Hotspot für Gleitschirmflieger. Das die am Himmel nicht mit den Segelflugzeugen zusammenknallen, wundert mich.



Ich habe oben auf dem Gipfel alles abgesucht, um ein Schild zu entdecken, auf dem konkret steht: Wasserkuppe 950m höchster Berg Hessens. Mittlerweile weiß ich, daß das an einem Gebäude des Segelflugplatzes angebracht ist. Und dort habe ich nicht gesucht. Ob ich nochmal dort hinauf wandern soll? Nur wegen dem Schild? Ich weiß es nicht...
Notgedrungen und aus Ermangelung eines anderen Schildes, nahm ich das unten abgebildete.


Unübersehbar drohnt auf dem Berg, jedoch nicht auf dem höchsten Punkt, das 1923 eingeweihte Fliegerdenkmal mit dem Bronceadler oben drauf. Es soll dem Gedenken an die gefallenen Piloten des 1.Weltkrieges dienen. Ob die damals schon auf dem jetzigen Segelflugplatzes auf der Wasserkuppe gestartet sind, ist mir unbekannt.


Durch die vielen Aktivitäten der Gleitschirmflieger, der Segelflieger, der Ausstellungsbesucher der Multimediashow in der Kuppel (Random), war ich, der die Einsamkeit sucht, hier völlig fehl am Platz.
Natürlich tat das schöne Wetter und die grandiose Aussicht einiges dazu, jede Menge Wanderer und Mountainbiker auf den Berg zu locken.
Ich war froh, als ich wieder auf stillen Wegen unterwegs war.

                                                                                                                 

Bis zum nächsten Mal, grüßt euer Waldkauz Rübezahl.

Start war Bhf Altenfeld, Ziel war Bhf Gersfeld.

Samstag, 22. Juli 2023

Der Mittelpunkt des Bundeslandes Hessen

 Aus einer Mücke einen Mittelpunkt machen!

Mücke-Flensungen, wie es korrekt heißt, ist ein kleines Nest in Hessen und hat eine Besonderheit. Der Mittelpunkt des Bundeslandes Hessen befindet sich genau hier. Dort, wo die Straße "In der Au" in die "Hauptstraße" mündet, hat man einen schönen Rastplatz hergerichtet, der den Mittelpunkt markiert. Eine Tafel und ein Mittelpunktstein mit Informationen bereichern diesen Ort. Ein Brunnen ohne Wasser und schattenspendende Bäume machen den Platz sehr gemütlich.




Gestartet bin ich in Ehringshausen und musste 20 Kilometer unschön neben der A5 und den Bahngleisen Gießen - Alsfeld wandern. Dazu waren die Wege oft mit Brennnesseln und anderen garstigen Pflanzen überwuchert, so das ich heilfroh war, keine kurze Hose angehabt zu haben. Aber ich möchte unbedingt alle höchsten Berge und Mittelpunkte mit einer Wanderung verknüpfen. Nur weiß man vorher nie, wie die Wege beschaffen sein werden. Heute waren sie oft Mist.

Hier musste ich durch!


Neben Bahnschienen wandere ich eigentlich gern, solange ich keinen Teer oder Pflastersteine unter den Füßen habe. Bahnschienen sind der Garant dafür, das keine steilen An- und Abstiege zu erwarten sin. Meistens jedenfalls. Ich hoffte in dem Ort Burg-Gemünden etwas Abwechslung zu finden und die namensgebende Burg zu besichtigen. Leider ist die Burg in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Von außen kann man sie anguggen, mehr nicht.


Die bekannteste Persönlichkeit des Mittelpunktortes Mücke-Flensungen ist wohl Professor Harald Lesch. Die Sendung "Lesch's Kosmos" ist bestimmt vielen bekannt. Übrigens bekam der Lesch früher Nachhilfeunterricht in Mathematik. Erst nach einem Fahrradunfall als Kind mit Schädelbasisbruch wurde er plötzlich schlau. Sachen gibt's! Also liebe Kinder, die ihr in Mathe nicht so gut seid. Nicht aufgeben ist die Devise! Das soll natürlich keine Aufforderung zum Schädelbruch sein!!!!



Wer den Mittelpunkt Hessens besuchen möchte, ohne viel zu wandern, fährt bis zum Bahnhof Mücke und läuft die 1500 Meter bis zum Mittelpunkt. Anschließend kann man noch einkehren oder so.

Den Mittelpunkt Hessens verband ich zufällig mit meiner 300. Wanderung am 13.09.2020 seit Beginn meiner Buchführung. 

Das soll es wieder mal gewesen sein. Bis bald im Wald ruft ...
... euer oller Waldkauz Rübezahl