Montag, 1. April 2024

Der höchste Berg von Nordrhein-Westfalen

Der Langenberg ist 843 Meter hoch!

Viele denken ja, der Kahle Asten ist der höchste Berg von NRW. Das ist leider falsch. Der Kahle Asten ist ist 841,9 Meter hoch und damit nur der zweithöchste Berg von NRW.  Aber ohne Zweifel ist der Kahle Asten der bekanntere Berg von denen Zweien. 


Den Langenberg findet man südöstlich von Willingen, während man den Kahlen Asten eher westlich von Winterberg suchen muss. Es sind die zwei höchsten Berge des Rothaargebirges.

Wem die Wanderschuhe im Bild sind, weiß ich nicht. Die standen schon da!

Im Gegensatz zum Kahlen Asten gibt es vom Langenberg keine Fern- oder Aussicht. Auf dem Gipfel hat sich schöner Wald breit gemacht. Auf die Errichtung eines Aussichtsturmes hat man verzichtet. Man hat ein ziemlich großes Gipfelkreuz aufgestellt und heute, am 17.04 2021, etwas Schnee für mich hingestreut. Auf Schnee war ich, der mit Halschuhen unterwegs war, dummerweise gar nicht vorberitet. Zum Glück war der Schnee fast überall so festgetrampelt, das ich beim Wandern keine nassen und kalten Füße bekam.


Das zweite Highlight der heutigen Rundwanderung war die Mühlenkopfschanze, auf der jedes Jahr Weltcups im Skispringen stattfinden. Es ist die weltweit größte Skisprungschanze in der Kategorie Großschanzen. Alles was noch größer ist, wird als Skiflugschanze eingestuft. Der Hillsize 147 ist schon gewaltig. Der Schanzenrekord liegt bei 155,5 Metern und wurde 2024 vom Norweger Johann Andre Forfang aufgestellt. 34 000 Zuschauer finden im Stadion Platz und es ist im Prinzip immer ausverkauft.





Neuerdings gibt es direkt neben der Mühlenkopfschanze den 665 Meter langen Skywalk, für den man 11 Euro berappen muss, wenn man drüberlaufen möchte. Er ist im Moment der zweitlängste Skywalk der Welt. Als ich dort war, war an diesen Skywalk noch nicht zu denken, ja man sah noch nicht mal die Anfänge der Bauarbeiten.

Eisenbahnviadukt Willingen

So, wie ich gelaufen bin, kam ich von Willingen nach 5 Kilometern zum Langenberg, nach 11 Kilometern zur Mühlenkopfschanze und nach 15 Kilometern war ich wieder am Bahnhof Willingen. Wenn ich mich recht erinnere (es sind schließlich schon drei Jahre bis zu dieser Niederschrift vergangen), waren die meisten Wege naturbelassen, wenn auch in der Höhe von Schnee bedeckt. Apropos Höhe, 500 Höhenmeter machten die Rundwanderung etwas sportlich.


Das Verhältnis zwischen An- und Abreise war naturlich, wie so oft bei mir, absurd. Aber ich tue alles, um meine Sammlung an höchsten Bergen und Mittelpunkten zu erweitern. So, jetzt verabschiedet sich der olle Waldkauz Rübezahl von euch und wünscht euch eine schöne Zeit. Vielleicht geht ihr ja mal bei Willingen wandern? Es gibt viel zu sehen...


Hoffentlich müssen wir nicht noch einmal so etwas wie Corona durchmachen. Das wünscht uns allen...

...euer oller Waldkauz Rübezahl!

Freitag, 29. März 2024

Der Mittelpunkt von Nordrhein-Westfalen

Dortmund-Aplerbeck/Gurlittstraße, der Mittelpunkt von Nordrhein-Westfalen


Nachdem meine Kater, der meinen großen Zeh für eine fette Maus hielt, mich morgens um 5 durch Kratzen und Beißen in Denselben unsanft weckte und ich nicht mehr einschlafen konnte, kam mir vollkommen nüchtern eine Schnapsidee. Ich könnte mir ja ein Quer-durchs-Land-Ticket kaufen und nach Dortmund fahren und den Mittelpunkt von NRW im Rahmen meiner Mittelpunktsammlung besuchen. Gesagt ... getan!

Rot-schwarze "1" = Mittelpunkt NRW

Nach einer langen, langen Zugfahrt mit Umstiegen in Bad Kreuznach, Bingen, Koblenz, Köln/Messe, Düsseldorf und Schwerte kam ich ca. 11 Uhr in Dortmund7Applerbeck an. Mein Rückgrat hatte die Form eins Sitzplatzes angenommen. Aber seid unbesorg nach ein paar Metern zu Fuß konnte ich wieder einigermaßen aufrecht gehen.



















Der Mittelpunkt von NRW in der Gurlittstraße ist vom Bahnhof Dortmund-Aplerbeck/Süd keine zwei Kilometer entfernt. Der Mittelpunkt selbst ist recht schön gestaltet. Man hat eine Grünfläche mit Bänken hingebaut. Eine interssante Skulptur in Form einer 3D-Landkarte von NRW, die 2019 von Christine Böse entworfen wurde, hat das Land NRW hier aufgestellt. Ich war am 19.07.2020 dort. Da hatte ich ja Glück. Ein Jahr früher hätte ich hier vielleicht noch gar keinen Rastplatz vorgefunden.


















Um meinem Ausflug wenigsten den Hauch einer Wanderung zu verleihen, umrundete ich noch den kleinen namenlosen See in unmittelbarer Nähe, der vom Nathebach gespeist wird. Eine kleine grüne Oase mit Bänken und allerlei wasserliebenden Getier und Insekten bietet hier dem Spaziergänger der Großstadt Erholung.




Schon bald verabschiedete ich mich vom NRW-Mittelpunkt, weil ich noch eine sehr lange Rückfahrt vor mir hatte. Das Verhältnis von 12 Stunden Zugfahrt und einer Stunde Wanderung gibt manchem Leser bestimmt Anlass, an meinem Geisteszustand zu zweifeln. Ich kann euch garantieren, psychisch bin ich gesund. Physisch ist das Wandern in der Zwangsjacke sehr unbequem!


'Ne Katze und 'ne Tastatur,
 bringt manchmnal die Verzweiflig pur!

Diese Erfahrung teilt mit euch...
... euer oller Waldkauz Rübezahl

Mittwoch, 27. März 2024

Der höchste Berg von Niedersachsen

Der Wurmberg ist 971,2 Meter hoch und der höchste Berg von Niedersachsen.

Der Wurmberg, im Harz gelegen, ist tatsächlich der höchste Berg vom Bundesland Niedersachsen. Gestartet habe ich meine heutige Wanderung im Örtchen Elend. Ja ... das heißt wirklich so! Witzigerweise heißt der Nachbarort von Elend auch noch Sorge, welches drei oder vier Kilometer südlich von Elend liegt. Sorge und Elend liegen hier, wie im richtigen Leben auch, dich beieinander.


Als ich in Elend aus den Bus stieg, ahnte ich noch nicht, das dieser Name Programm für meine Wanderung zum Gipfel des Wurmberg sein wird. Auch als ich kurz nach dem Start hinter Elend die ersten Motorsägen hörte, dachte ich mir noch nichts Schlimmes dabei.


Als ich immer tiefer in den Nationalpark Harz eindrang, fielen mir aber immer mehr die abgestorbenen Bäume ins Auge. Außerhalb der Grenzen des Nationalparkes sind immense Holzfällarbeiten im Gange, wobei die Bäume, die gefällt werden, alle durch den Borkenkäfer gekillt und mausetot sind. ALLE!!! Ich wanderte durch riesige Kahlschläge und die Motorsägen hörte man aus allen Richtungen schreien.



Der Wurmberg hat das (eventuelle) Problem, das das Gebiet um ihn herum "nur" Naturschutzgebiet ist und die Holzfällungen ungestört voranschreiten, während im Nationalpark Harz um den nahen Brocken herum die Bäume, egal wie krank oder tot sie sind, stehen bleiben dürfen. Aber darauf werde ich im Bericht über die Besteigung des Brocken (höchster Berg von Sachsen-Anhalt) nochmal zurück kommen.


Nach ca. sieben Kilometern und 500 Höhenmetern hatte ich den Gipfel des Wurmberg's erreicht. Die Treppe kurz vor dem Gipfel brachte mich fast um! Man hat natürlich eine bombastische Aussicht von hier oben. Es stehen für die Urlauber, ob Wanderer oder nicht, jede Menge Freizeitvergnügen zur Auswahl. Man kann z.B. mit überdeminsionalen Luftroller ins Tal rasen und sich dabei das Genick brechen, wenn man dazu geschickt genug ist. Man kann, wenn man fit genug ist, den Wurmbergturm besteigen, der in Paterre einen Souveniershop beherbergt. Ich war nicht oben, denn die Aussicht vom Boden des Wurmberggipfels war für mich ausreichend spektakulär. Im Souveniershop habe ich etwas Geld ausgegeben.

Die grauen Flächen sind Totholz


Hier sieht man drei dieser ominösen Trittroller


Manchmal frage ich mich ja, warum man auf einen kahlen Berggipfel, von dem man sowieso eine schöne Aussicht hat, extra noch einen Turm bauen muss. Mit diesen Gedanken und einem T-Shirt aus dem Souvenierladen im Gepäck machte ich mich auf den Weg hinab nach Schierke, wo ich mein Nachtlager gebucht hatte. Nach 5 Kilometern war ich dort und auch etwas KO. Ursprünglich hatte ich ja den absurden Plan, den Wurmberg UND den Brocken in einer Wanderung abzuklappern. Nach reiflicher Überlegung kam ich zu der Erkenntnis, das dieser Plan heute ziemlich hirnrissig war. Es geht theoretisch schon, da der Wurmberg und der Brocken nur neun Kilometer auseinander liegen. Da hätte ich aber ganz anders planen müssen. Schon wegen der nicht unerheblichen Höhenmeter.


So, das war mein Bericht über die Eroberung des höchsten Berges des Bundeslandes Niedersachsen. Den Wurmberg besucht habe ich am 07.09.2021. Wie es heute 27.03.2024, wo ich diese Zeilen schrieb, dort oben aussieht, kann ich euch leider nicht sagen.

Es winkt von des Wurmesberges Gipfel...
...euer oller Waldkauz mit dem Mützenzipfel 

Montag, 26. Februar 2024

Der Mittelpunkt von Niedersachsen

 Der Mittelpunkt von Niedersachsen bei Hoyerhagen


Ich bin damals am 13.08.2019 von Gehlbergen nach Hoya gewandert. Ehrlich gesagt ist mir von diesem Tag nicht viel in Erinnerung geblieben! Das ich fast nur auf unschönen Teerstraßen unterwegs war, das weiß ich noch sehr genau, teilweise direkt neben einer stark befahrenen Landstraße (L330). Und das ich von Bremen aus den Bus hin und zurück nehmen musste, mit dem ich ewig unterwegs war. 

Was mir noch im Gedächtis blieb, war das Mistwetter mit Gewitter und Sturm. Zum Glück hatte ich meinen riesigen Schirm dabei, obwohl der bei Sturmböen oft nutzlos war. So gesehen waren die vielen Teerwege heute sogar ganz praktisch, obwohl ich sonst kein Freund befestigter Wege bin.

Der Mittelpunkt Niedersachsens selbst ist recht schön gestaltet. Mittlerweile sieht er nochmal anders aus, als bei meinem Besuch vor jetzt fast 5 Jahren. Es gibt einen Unterstand und Bänke, umrahmt von Infotafeln und Flaggen. Wie ich erfahren habe, gibt es jetzt einen neuen Unterstand und die Bänke und Tische stehen jetzt auf mit Kopfsteinpflaster befestigtem Grund.




Ihr müsst nordwestlich in der Nähe von Hoyerhagen die Kreuzung der Wege "Wehrenberg" und "Im Tiefen Bruch" suchen, dann kann man den Mittelpunkt nicht mehr übersehen. Berge gibt es hier auch keine. Überall ist freies Feld, was dem Wind nichts entgegenzusetzen hatte.




Weil ich nochmal eine lange Rückfahrt mit dem Bus hatte, nahm ich mir auch nicht viel Zeit, Hoya, Sitz der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, zu besichtigen. Das Schloß Hoya wurde sowieso zum Großteil abgerissen. Einige Fachwerkbauten gibt es noch zu sehen und einige kleine Museen. Da ich aber schon einige Regengüsse über mich ergehen lassen musste, hatte ich keine Lust auf eine Besichtigungstour.



So,ihr Lieben!
Das war mein kurzer Bericht von der Eroberung des Mittelpunktes von Niedersachsen. Wenn es euch gefallen hat, bin ich glücklich. Wenn nicht, bin ich trotzdem glücklich. Tja....
 

Bis bald im Wald ... euer oller Waldkauz Rübezahl!