Sonntag, 17. Mai 2015

Nohener Naheschleife! Schönster Wanderweg Deutschlands?

Bis 30.6 noch abstimmen!


Abstimmen unter:

13.05.2015
Wie schon im März versprochen (http://stephandietsch.blogspot.de/2015/03/nohener-naheschleife-der-weg-dr.html), bin ich die "Nohener Naheschleife" noch mal gegangen. Aber jetzt im Grünen. Das macht natürlich noch viel mehr Spaß.

Blick auf die Bruchwiesenschleife
Diesmal bin ich die 12 km in Uhrzeigerrichtung gegangen. Das hat den Nachteil, das der Weinschrank ziemlich früh am Wege auftaucht. Da es noch so früh war, habe ich den Wein nur auf Anwesenheit geprüft. Ungefähr 9 km hat man da noch vor sich. Mit Wein? Entscheidet selbst. Geht man in entgegengesetzter Richtung, ist die Vinothek ein schöner Abschluss der Wanderung. Der Holzschrank hält den Wein auch erstaunlich kühl.
Kalt und lecker: Nahewein
Schön ist der Weg in beide Richtungen, mit oder ohne Wein.
Bemerkenswert ist die Tatsache, das der Weg quasi den Bahnhoft streift. Also die Ausrede, da kommt man ohne Auto nicht hin, zählt hier auch nicht. Und man kann sich ein paar Bier genehmigen, wenn man mit der Bahn anreist.
Und teuer sind die zwei Stationen mit der Bahn (RB34 Richtung Baumholder) auch nicht wirklich. Singeltageskarte 6,10 € und Gruppentageskarte für bis zu 5 Personen 10,80 €.

Der Weg führt über diesen Bahnübergang
Es gibt also keine Gründe, hier NICHT zu wandern.
Nochmal: Die Nohener Naheschleife steht in der Endausscheidung zur Wahl des schönsten Wanderwegs Deutschlands!
Worauf wartet ihr?


Bis bald im Wald, euer Rübezahl...

12 herrliche Kilometer!

Sonntag, 10. Mai 2015

Tour Natur Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein

Bad Kreuznach: Geile Wandergegend

Aussicht vom Naturschutzgebiet "Gans"
Man muss gar nicht so weit weg fahren, um einen herrlich Wandertag zu haben. Setzt euch doch mal in die Bahn und fahrt nach Bad Kreuznach, am Bahnhof nehmt ihr den Bus der Linie 201 fünf Haltestellen bis zum "Brauwerk" und schon gehts los!

Fahrtkosten Idar-Oberstein - Bad Kreuznach:
Singeltageskarte 20,50 €
Gruppentageskarte für 2 bis 5 Personen 25:50 €

Diese Fahrkarten gelten auch im Stadtbus Idar-Oberstein UND Bad Kreuznach. Also gleich im Stadtbus diese Fahrkarten verlangen. Die gibts da! Sonst bezahlt ihr den Stadtbus zweimal...

Die Busse der Linie 201 verkehren täglich (auch Sonntags!) fast immer halbstündlich zwischen Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein und Ebernburg. Oder man geht zu Fuß vom Bahnhof die Nahe entlang zum Startpunkt am Brauwerk. Macht aber 3km zusätzlich. Ein Weg! Ist aber Quatsch, weil der Bus eh bezahlt ist.
Die Züge fahren auch ziemlich oft.

Am Brauwerk (wo man schon sein erstes Getränk einnehmen kann, wenn man will) findet man leicht die Wegweiser zur Tour Natur (Kompletter Rundweg) oder zum KH 8 (Teilstück). Siehe Bild unten:

Die Wegweiser, der untere für die ganze Runde
Strecke und Profil
Die Runde ist perfekt ausgeschildert und kann in Etappen gegangen werden:
- von Bad Kreuznach bis Bad Münster am Stein (ca 7 km, nicht leicht, aber auch nicht wirklich schwer)
- von Bad Münster am Stein nach Norheim (ca. 3 km, sehr leicht),
- von Norheim nach Bad Kreuznach (ca. 6 km, mit einem wirklich, wirklich schweren Anstieg, sonst relativ leicht)
Ich habe für die ganze Runde ungefähr sechs Stunden gebraucht.

Etappe Bad Kreuznach - Bad Münster am Stein
Am Anfang gehts leicht bergan, nichts dramatisches. Man kommt schon bald an die ersten Aussichten. Eine Besichtigung der Burgruine Rheingrafenstein mit seiner Aussichtsplattform 136 Meter über der Nahe ist ein Muss auf diesem Abschnitt! Dann gehts ungefähr 300 auf aus Eisenbahnschwellen gebaute Stufen hinab zur Fähre über die Nahe. Geht man diesen Abschnitt anders herum, sind diese Stufen eine Qual! Glaubt mir, ich habs ausprobiert...
Dann fahren wir mit der Fähre über die Nahe nach Bad Münster. Erster Abschnitt geschafft.

Lotte und der Fährmann am flirten...
Öffnungszeiten der Fähre:
Mo/Die geschlossen (in den Sommerferien 14-18 Uhr)
Mi/Do 14-18 Uhr
Fr bis So 09-18 Uhr.
Preise:
Erwachsene, Fahrräder, Hunde 1 €
Kinder 0:50 €
Behinderte mit Ausweis frei

Etappe Bad Münster - Norheim
Ein gemütlicher Spaziergang immer die Nahe entlang, immer schön am Fuße des Rothenfels. Keine Steigung.. Keine Anstrengung. Aber für Wanderfreunde, die die komplette Runde gehen wollen, eine willkommene Erholung. Denn die dritte Etappe wird heftig beginnen...

Blick vom Rheingrafenstein zum Rotenfels
Etappe Norheim - Bad Kreuznach
Bitte dreimal kräftig durchpusten und ein Schluck aus der Pulle nehmen, denn die nächste halbe Stunde wird KEIN Spaziergang. Es geht 200 Meter nach oben auf den Rotenfels. Dieser Anstieg, jedenfalls der, der dem ausgeschilderten Weg folgt, hat eine Steigung von bis zu 60% auf losem Untergrund. Der Schloßberg in Idar-Oberstein hat 13%. Also bitte nicht mit Badelatschen da hoch. Sicher gibt es eine Umgehung dieser Passage, weiß aber nicht wo, oder man geht von Kreuznach los. Ist dann nicht so steil.
Aber die Belohnung ist grandios. Der Ausblick von der Bastei ist wirklich unbezahlbar.

Grandiose Aussicht von der Bastei 
Es folgt ein spannender Weg direkt am Abgrund entlang. Ich gehe viel Wandern, und ich sage euch, einen vergleichbar spektakulären Weg findet man nicht so oft. Und das gleich hier um die Ecke.
Irgendwann führt der Weg weg vom Abgrund weg und direktamente ins Ausflugslokal "Bastei" (Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-19 Uhr). Hier kann man sich ganz in Ruhe ein, zwei Weizen gönnen, denn das Schlimmste ist geschafft.

So ein Weg macht Spaß
Ausflugslokal Bastei
Mmmmmmhhhhhh Weizenbier! Unn Wurscht...
Billiger ist es natürlich, wenn man Essen und Getränke mit schleppt. Getränke sind ja sowieso ein Muss. Man kann 15 km nicht gehen, ohne zu trinken.

Vom Ausflugslokal geht es im Prinzip nur noch bergab bis zum Ziel in Bad Kreuznach/Brauwerk, von wo wir mit dem Bus 201 zurück zum Bahnhof fahren können oder im Biergarten des Brauwerks noch ein paar Weizen verkosten. Oder Kaffee!

Fazit: Ideal für einen Wandertag ohne Auto, so das der Papa auch mal ein Bierchen trinken kann. Nicht zu teuer, wenn man mindestens zu zweit fährt (Gruppentageskarte!). Und wenn die Blasen an den Füßen zwicken hat man die Möglichkeit, den Trip an drei Stellen abzubrechen.

Der Mörderanstieg zum Rotenfels mit 60%
Also Freund: Den Rucksack gepackt und los gehts! Vielleicht trifft man sich?

Bis bald im Wald: Euer Rübezahl...

Wer war eigentlich Rübezahl?

Wer war eigentlich Rübezahl?

Wikipedia schreibt:
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbezahl

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbezahl

Rübezahl (tschechisch Krakonoš, polnisch Liczyrzepa) ist der Berggeist (Schrat) des Riesengebirges. Um ihn ranken sich zahlreiche Sagen und Märchen.
Der Sage nach ist Rübezahl ein launischer Riese oder Berggeist. Schon der erste Sammler von Rübezahl-Sagen, Johannes Praetorius (s. u.), beschrieb Rübezahl als charakterlich sehr ambivalenten „Widerspruchsgeist“, der in einem Moment gerecht und hilfsbereit, im nächsten arglistig und launenhaft auftreten könne. Musäus charakterisierte ihn folgendermaßen:
„Rübezahl, sollt ihr wissen, ist geartet wie ein Kraftgenie, launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt; … schalkhaft und bieder, störrisch und beugsam …“
– vgl. Musäus, 1783
Der Berggeist erscheint den Menschen in verschiedenster Gestalt. Insbesondere zeigt er sich als Mönch in aschgrauer Kutte (vergleichbar Wodan im Wolkenmantel), aber auch als Bergmann, Junker, Handwerker und in ähnlicher Gestalt und Verkleidung, aber auch in Tiergestalt oder als Gegenstand (Baumstumpf, Stein, Wolke). Rübezahl ist der Wetterherr des Riesengebirges und ähnelt so dem Wilden Jäger. Unerwartet sendet er Blitz und Donner, Nebel, Regen und Schnee vom Berg nieder, während eben noch alles im Sonnenglanz lag. Gegen gute Menschen ist er im Allgemeinen freundlich, lehrt sie Heilmittel und beschenkt insbesondere Arme; wenn man ihn aber verspottet, rächt er sich schwer, etwa durch Unwetter. Bisweilen werden Wanderer von ihm in die Irre geleitet. Er soll einen Garten mit Wunderkräutern besitzen, den er gegen Eindringlinge verteidigt. Sich bescheiden ausnehmende Geschenke des Berggeistes wie Äpfel oder Laub können durch seine Macht zu Gold werden, wie er umgekehrt gelegentlich von ihm bezahltes Geld in eine wertlose Währung verwandelt.


Bis bald im Wald, euer Rübezahl


Donnerstag, 9. April 2015

Frohe Ostern

Habe extra zu den Feiertagen meine Wanderstöcke mit Ostereiern gekreuzt. Das sind jetzt Eierstöcke!



Darauf ein Bier!
Bis bald im Wald, euer Rübezahl...

Freitag, 3. April 2015

Der Schleiferweg rund um Idar. Ein Wanderweg stirbt...

Ein Weg der unglücklich macht. (03.04.2015)

Es war schon das zweite Mal in diesem Jahr, das ich diesen einst an jeder Ecke Idar-Obersteins gepriesenen Wanderweg angegangen bin. Beim ersten mal habe ich nach einer Stunde wegen schlechter Laune abgebrochen.
Zum zweiten mal  habe ich den neuen Kreisel an der Polizei (Göttschieder Straße) als Startpunkt gewählt.
Zum zweiten mal hatte ich nach einer Wanderstunde stinkige Laune.
Aber diesmal habe ich trotzdem den ganzen Weg durch gehalten. Ich wollte wissen, wie ist jetzt die Qualität des Weges, den ich früher mindestens einmal im Jahr komplett gegangen bin.
Am Ende des Weges musste ich mir eingestehen. Dieser Weg stirb. Es scheint sich niemand mehr um ihn zu kümmern. An jeder zweiten Wegkreuzung fehlen die Schilder, die Wege selbst sind oft durch Forstfahrzeuge kaputtgefahren, vor allem zwischen Krankenhaus und Vollmersbacher Straße. Bäume liegen hier und da quer.
Müll fast an jeder Ecke. Zäune versperren den Weg. Baustellen überall. Wege sind unter Wasser.


Nur in der Nähe der touristischen Attraktionen versucht man den Schein waren zu wollen, der Schleiferweg wäre schön. 
Nein er ist nicht (mehr) schön.
Früher bin ich diesen Weg immer als erstes im Jahr nach der Uhrumstellung gegangen. Das war fast schon Tradition. Dieses Jahr wird es das letzte mal gewesen sein.
Sogar die Tourist-Information Idar-Oberstein weigert sich, die Wanderkarte "Schleiferweg" weiter zu verkaufen.
Der Weg wurde mittels Spenden durch die "Bürgergemeinschaft Idar e.V." gepflegt. Wahrscheinlich gibt es sie nicht mehr. Oder keine Spenden. Oder Beides. Ich weis es nicht.
Tschüss Schleiferweg. Ich komme nicht mehr...selbst wenn es Freibier gäbe!

Bissl traurig heute, trotzdem bis bald im Wald!
EUER RÜBEZAHL