Schöne Wanderwege und beinahe schlechte Wetter rund um Kirn
Heute gibt es wieder mal 2 Wandertage in einem Blog. Und zwar bin ich im Moment die Wanderwege am testen, die auf der Kirner Webseite angepriesen werden.
Man kann sich auf dieser Seite auch gute Wanderkarten für jeden einzelnen Weg runterladen und ausdrucken. Sogar mit ausführlicher Wegbeschreibung.
Es werden neun stadtnahe Wege vorgestellt und die ersten fünf habe ich schon mal getestet.
Den K3 (Über die Höhen des Hahnebachtals und rund um die Burgruine Steinkallenfels) und den K5 (Entlang der Kirner Dolomiten) bin ich am 01.11. mit zusammen 14 Kilometern gegangen. Im Satellitenbild unten ist die blaue Runde der K3 und die rot eingefärbte der K5. Klickt aufs Bild, damit ihr besser guggen könnt!
Am 2.11. bin ich dann die Wege K8 (Über die Römerstraße, dann um den neuen Wald), den K10 (Rund um den Gauskopf) sowie den K14 (Rund um den Hellberg) mit zusammen 19 Kilometern marschiert. Die Rund ganz links im Satellitenbild ist der K10, die mittlere Runde der K8, ganz rechts ist der K14.
Beginnen wir mit dem K3: Vom Bahnhof aus geht man rechts am Hahnenbach durch Kirn und an der Amthofstraße links über die Brücke (erste Wegeausschilderungen), weiter gerade aus und dann die Straße "Auf der Schanze" rechts den Berg hoch Richtung Friedhof. Haltet nach folgenden Wegweisern Ausschau:
Manchmal hat man auch Wegweiser aus Holz hingestellt.
Hinterm Friedhof gehts bis zum Stadtrand ziemlich steil bergauf und dann rechts ab und weiter bergauf. Leider wird weiter oben der Weg schlechter, weil von Forstfahrzeugen ruiniert und vom Regen matschig gemacht. Das wird aber kein Dauerzustand sein.
Nach 3 Kilometern hat man die ersten Aussichten und es geht endlich mal wieder bergab und an einigen Felsformationen vorbei, über die L182 auf die Ruine Steinkallenfels zu. Auf Teerwegen gehts hoch und durch den Ortsteil Kallenfelser Hof. Dahinter hat man es nicht mehr weit bis nach Kirn.
Im Ort angelangt kann man zurück ins Zentrum oder, so wie ich, gleich noch den
K5
dran hängen. Der ist mit 5 Kilometern recht kurz, bietet aber wunderbare Ausblicke auf Kirn mit Kyrburg und allem drum und dran.
Ich empfehle kurz hinterm Kallenfelser Hof von der K5-Ausschilderung ab zu weichen und dem "Felsenpfad" zu folgen. Ist auch ausgeschildert. Man kommt hier näher an die Kirner Dolomiten heran, als auf dem K5. Beide Wege treffen vor Oberhausen wieder aufeinander.
Wenn man Glück hat, hört man schon lange vor dem Oberhausener Sportplatz und noch tief im Wald, das dort ein Spiel statt findet:
"Du Arsch, pass doch auf, wo du hin trittst"
"Selber Arsch! Du Vollarsch hast mich gekrätscht!"
"Du bist ja nich mal'n Arsch, du bist das Loch da drin!"
Solche und ähnlich fröhliche Sprüche und verzweifelte Pfiffe eines Schiedsrichters begleiten den Wanderer über längere Zeit, wenn gerade ein Spiel ist.
Nach knapp einer Stunde hat man auch diese Schleife erledigt und man kann sich zum Biertrinken nach Kirn begeben.
Der K8, K10 und K14 befinden sich alle auf der rechten Naheseite. Der K8 verläuft ausschließlich auf breiten, unbefestigten Wegen durch einen im Moment herrlichen goldenen Buchenwald. Keine extreme Steigungen und rutschige Pfade, selbst nach einem Regen. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich musste heute (2.11.) zweimal das Regencape auspacken.
Der K14 ist da schon ein anderes Kaliber und verlangt etwas Kondition und vor allem Trittsicherheit im zweiten Teil des Weges. Auf 340 Metern oben angekommen hat man Fernsichten auf Hochstetten mit dem Skywalk auf dem Johannisberg, Martinstein und noch weiter.
Wer an diesem Ausblick im Bild oben angekommen ist, wendet sich nach links auf einen sehr schmalen Pfad der bald einen spektakulären Einblick in den Kirner Steinbruch bietet. Spätestens hier sollte man umkehren und den selben Weg zurück gehen, falls man Angst hat umzuknicken oder auf dem Arsch zu landen und die teure Kleidung zu verschmutzen. Es wird steil, schmal und rutschig.
Ich bin ohne Sturz runter gekommen, trotz Regen. Es ist also nicht unmöglich, wenn man mit Ruhe und Gelassenheit hinab steigt. Stöcke mitnehmen! Apropos Ruhe: An Wochentagen kann der Wegabschnitt gegenüber des Steinbruchs sehr laut sein!
Fehlt noch der K10. Der geht rund um den Gausberg und wenn man will, kann man hinauf gehen zum Aussichtsturm, obwohl der nicht auf dem eigentlichen Weg liegt. Aber es lohnt sich der Aussicht wegen.
Ansonsten ist der K10 schön in die Landschaft eingebaut, nicht schwer und auch nicht lang. Zum größten Teil gehts durch Wald, ab und zu gibts Teerwege. Ich wurde nochmal mit Regen erfreut, aber die Wege waren trotzdem gut begehbar. Zurück im Wohngebiet "Auf dem Loh" führt der Weg am Bismarkturm vorbei zurück in die Stadt.
Alle fünf Wanderwege sind für sich schön und je nach Lust und Laune kombinierbar. Nur der K14 verlangt etwas Respekt beim Abstieg. Besucht mal die oben angegebene Website und es gibt Informationen genug.
Demnächst werde ich noch die anderen vier Wege ausprobieren. Das wird aber erst mal ein paar Tage dauern. Muss arbeiten...
Bis zum nächsten Mal, der olle Waldkauz Rübezahl!