Gegangen am 14.02.2017 Länge 25 km
Von Bingen über Weiler bei Bingen, an Waldalgesheim vorbei, Genheim und Münster Sarmsheim zurück nach Bingen
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Satellit und Höhenprofil |
Vorneweg: Die eigentliche Rhein-Nahe-Schleife ist nur 20 Kilometer lang. Wenn man vom Hauptbahnhof Bingen losgeht und auch zu diesem wieder zurück, werden lange 25 Kilometer draus. Kondition ist gefragt.
Los ging`s heute, wie schon gesagt, am Hauptbahnhof in Bingen. Wir gehen oben über die Fußgängerbrücke rechts rum nach Bingerbrück und dann links rum der Hauptstraße (B 9/48) folgend Richtung Münster-Sarmsheim. Dort findet man bald rechts einen Tunnel, durch den die Mühestraße unter der B9 hindurch führt, vorbei an einem türkischem Kulturzentrum (Nicht zu übersehen!) und trifft schnell auf ein Schild "Alte Römerstraße" nach Weiler. Außerdem sind ausgeschildert: Der Weinwanderweg Rhein-Nahe, der Ausoniusweg und ein Jakobsweg mit stilisierter Muschel gekennzeichnet.
Nachdem man ne halbe Stunde bergauf getippelt ist, hält man sich kurz vor Weiler links und trifft sogleich auf die ersten Wegweiser des Rhein-Burgen-Rundwegs.
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Die Rheinburgenweg-Rundtouren sind so ausgeschildert: Weiße Schrift auf rotem Grund. Der Rheinburgenwegschilder selbst rote Schrift auf weissem Grund! |
Ist man einmal auf der Höhe oben angelangt, läuft man dank des nicht schwierigen Höhenprofils recht entspannt links vorbei an Waldalgesheim. Man erkennt in der Ferne die Gebäude der still gelegten "Grube Amalienhöhe". Dort wurde 1885 bis 1971 Manganerz und Dolomit gefördert. Und zwar ne ganze Menge. Tonnenweise sozusagen. Leider verfallen die imposanten Gebäude und mussten teilweise schon abgerissen werden. Schaut mal hier:
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Grube Amalienhöhe |
Bald hat man einen Blick auf Genheim. Ich weis nicht ob es sich lohnt, einen Abstecher dort hin zu machen. Ich war zu faul dafür. Der Weg selbst biegt jetzt um 180° um den galgenlosen Galgenberg herum und es geht langsam zurück Richtung Sarmsheim.
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Genheim mit Rübezahl |
Vorher kann man an der "Grillhütte Horetberg" rasten und den Turm besteigen, wenn er, wie bei mir, nicht abgeschlossen ist. Weiter gehts durch gemischten Wald auf schönen Wegen. Im Sommer sicher ein Hochgenuss. Bei mir wars ganz schön kalt. Ein Genuss war`s trotzdem. Kommt man aus dem Wald heraus und in die Weinberge, bieten sich Ausblicke auf Waldlaubersheim, Rümmelsheim und Dorsheim.


Die zweite Hälfte des Weges erfordert dann etwas mehr Kondition vom Wanderer. Das Höhenprofil wird schwieriger. Es geht hinab bis an den Ortsrand von Sarmsheim, dann hinauf zu einem Aussichtspunkt über Sarmsheim, nochmal runter nach Sarmsheim, dann (ihr ahnt es schon) wieder hinauf, jetzt auf dem Müsterer Kopf (300 m) zwischen Sarmsheim und Weiler, der mit Wald und Weinbergen dekoriert ist. Ein abwechslungsreicher Weg. Bald hat man einen gigantischen Ausblick bis nach Gensingen und noch viel weiter. Hat man den nicht sehr hohen "Schwarzen Turm" passiert, den man auch nicht besteigen kann, wird man bald mit einer weiteren herrlichen Aussicht auf die Nahemündung bei Bingen belohnt.
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Nahemündung Bingen |
Noch ein paar Meter weiter trifft man schließlich auf den Weg, den man vier Stunden vorher heraufgekraxelt ist. Schnell ist man wieder in Bingerbrück. Wenn man jetzt Hunger hat, empfehle ich in Bingerbrück einzukehren. Es gibt auch eine sehr gute Metzgerei (Name vergessen) mit eingebauten Imbiss in der Koblenzer Straße (B 9) kurz vorm Bahnhof. Der Bahnhof selbst ist eine kulinarische Wüste.
Wer noch Bier braucht für die Heimfahrt, kann sich das im bahnhofsnahen LIDL besorgen.
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Bahnhof, nein, HAUPTBAHNHOF Bingen, rechts der LIDL |
Bis bald im Wald: Euer Rübezahl... :-)