Montag, 13. Mai 2024

Mittelpunkt des Bundeslandes Sachsen

Besser gesagt: Die zwei Mittelpunkte Sachsens!

Sachsen gehört zu den vier Bundesländern, die zwei Mittelpunkte markiert haben. Der erste, sprich der geografische Mittelpunkt, befindet sich auf halben Weg zwischen Naundorf und Colmitz. Man hat dort einen schönen Rastplatz eingerichtet. Neben einen Felsen hat man Schilder und eine Steele aufgebaut und auch ein paar Bänke hingestellt. Sehr schön. Ich bin damals vom Bhf Klingenberg-Colmnitz nach Hilbersdorf gewandert. Das waren 17 Kilometer inklusive einem Abstecher nach Colmnitz zu einem imposanten Eisenbahnviadukt. 



Leider war diese Wanderung nicht vom Wettergott gesegnet. Immer wieder musste ich das Regencape auspacken oder mich irgendwo unterstellen. Naja ... es gibt Schlimmeres. 


Schließlich nahm ich mir in Hilbersdorf ein Hotel, wo ich dank Corona der einzige Gast war. Trotzdem machte man sich die Mühe, mir ein gutes Frühstück hinzustellen. Für mich ganz allein! Am 28.05.2020 checkte ich hier ein. Ich wollte auch den Besuch des zweiten sächsischen Mittelpunktes von hier aus starten.


Den zweiten, sprich nach der Schwerpunktmethode festgelegte Mittelpunkt, findet man im Hirschfelder Weg der Gemeinde Nossen/Obereula/Deutschenbora quasi noch im Ortsbereich. So richtig blicke ich hier bei der Gemeindgliederung nicht durch! Um vom Hotel in Hilbersdorf nach Obereula zu kommen, musste ich erst einmal eine halbe Weltreise mit Bus und Bahn unternehmen. Irrsinigerweise musste ich über Dresden fahren, um ins 30 Kilometer entfernte Obereula zu kommen! Zum Glück begann ich meine Reise schon früh am Morgen, denn es wurde eine lange Wanderung. Ich lief von Obereula zurück nach Hilbersdorf. 27 Kilometer musste ich zurücklegen und dabei 500 Höhenmeter mitnehmen. Zum Glück war mir an diesem Tag (29.05.2020) das Wetter wohlgesonnen!


Wie ihr seht, ist der zweite Mittelpunkt Sachsens auch recht schön gestaltet. Auch die lange Wanderung, welche mich unter anderem durch Reinsberg, Krummhennersdorf und Falkenberg führte, bot einige interessante Highlights (Schloss Reinsberg z.B.). 


Beeindruckend war die Hochwassergedenktafel bei Krummhennersdorf. 


Nach acht Stunden Wanderung kam ich wieder im Hotel an und stellte hocherfreut fest, das die Gaststätte geöffnet hatte, nachdem ich am Abend vorher Grillhähnchen (Broiler!) aus der Broilerbar mit auf das Hotelzimmer nahm. Ich konnte natürlich nicht widerstehen, mir für 19,90 eine Lammhaxe zu bestellen, welche sündhaft lecker war. Dazu gab es Freiberger Bier. Freibier wäre besser gewesen. Aber es war lecker.



So, meine Lieben, das war die Dokumentation zu den zwei markierten Mittelpunkten Sachsens. Ich hoffe, ihr fandet es einigermaßen interessant.

Bis zum nächsten Mal grüßt der Waldkauz Rübezahl.



Mittwoch, 17. April 2024

Die zwei Mittelpunkte des Saarlandes

 Falscheid und Habach, die zwei Mittelpunkte des Saarlandes


Die zwei Kamerasymbole in der Streckenaufzeichnung oben rechts markieren die zwei Mittelpunkte des Saarlandes. Das obere Kamerasymbol markiert den geometrischen und das untere Kamerasymbol den geographischen Mittelpunkt des Saarlandes. Die Streckenaufzeichnung oben links im Bild entstand, weil ich die Aufzeichnung kurz vor Falscheid aus Versehen unterbrach und neu starten musste. Beide Trackaufzeichnungen bilden aber eine Wanderung ab und der Vollständigkeit halber habe ich sie hier auch beide abgebildet. Der Punkt "B" links ist identisch mit Punkt "A" rechts.



Fast zwanzig Kilometer und vierhundert Höhenmeter musste ich bei dieser Wanderung meistern. Ich wollte es ja so. Ich wollte beide saarländischen Mittelpunkte mit einer Wanderung "abarbeiten".



Während der geographische Mittelpunkt des Saarlandes idyllisch und schön gestaltet an einem Waldweg unter hohen Bäumen in der Nähe von Falscheid liegt, befindet sich der geometrische Mittelpunkt in der Ortslage von Habach. Er ist auch gut ausgeschildert und man hat eine Infotafel aufgestellt. Trotzdem muss man sagen, das er sich sehr unromantisch hinter einem Industriegebäude befindet und die Hinweistafel steht noch nicht einmal am echten Mittelpunkt. Der wirkliche geometrische Mittelpunkt befindet sich etwas abseits der Infotalel auf einem privatem Grundstück, welches man nicht betreten darf. Manchmal ist es halt so. Wenn das mein Grundstück wäre, würde ich dort Bier und Eis verkaufen. Grillhaxen nicht, das wäre mir zuviel Arbeit und ich würde die sowieso alle selber essen....

Falscheid


Die Wanderung selbst war eigentlich ganz schön, mal durch Wald, mal über freies Feld mit schönen Fernblicken hier und da. Am besten deckt man sich schon in Lebach mit Getränken ein, weil es unterwegs, wenn man die selbe Strecke wie ich läuft, mit Einkehrmöglichkeiten eher mau aussieht. Man kommt zwar an einer Brauerei vorbei, kann seinen Durst dort aber nicht stillen. 


Das wollte ich euch nicht vorenthalten!

Das war heute ein kurzer Bericht. Gemacht habe ich diese Wanderung am 25.08.2019 und irgend etwas sehr Außergewöhnliches ist mir von dieser Tour bis heute, wo ich diese Zeilen schreibe (17.04.2024), nicht im Gedächtnis geblieben. Es ist ja auch schon wieder fünf Jahre her. Wo geht nur die Zeit hin?

Das fragt sich besorgt...
...euer oller Waldkauz Rübezahl!





Der höchste Berg des Saarlandes

Der höchste Berg des Saarlandes, der Dollberg, ist 695,4 Meter hoch!


Dreimal war ich schon auf dem Dollberg. Zweimal bei einer Wanderung auf der Traumschleife "Dollbergschleife" (am 14.04.2015 und am 13.01.2021) und einmal bei einer Wanderung auf der Saar-Hunsrück-Steig-Etappe Hermeskeil - Neuhütten (am 14.10.2014).

Die Tour auf der Traumschleife im Januar 21 wird mir ewig in Erinnerung bleiben! Ich dachte ja, das die Traumschleife auch im Winter gern besucht wird und der Schnee durch andere Wanderer etwas plattgetrampelt sein wird, aber Pustekuchen! Ich war der Einzige, der hier und heute unterwegs war. DER EINZIGE BEI 30 ZENTIMETER NEUSCHNEE!!! Es wurde eine der anstrengendsten Touren in meiner Wanderhistorie. Seid ihr schonmal am Strand von der Imbissbude mit Bier und Pommes hundert Meter zum Strandkorb durch tiefen Sand gelaufen? So müsst ihr euch das vorstellen, nur das hier der kalte Schnee und kein heißer Sand das Laufen erschwerte. Und das statt hundert Metern fünfzehn Kilometer stapfen angesagt war. Ich war klitschnass vom Schweiß. Und in den Schuhen schmolz irgendwann auch der unausweichlich eingedrungene Schnee. Ich hatte sogar etwas Angst, es nicht mehr zurück in die Zivilisation zu schaffen, so sehr war ich am kämpfen mit meiner fetten Wampe und wintergeschwächten Fitness...


Auch die Überquerung der Haupattraktion der Traumschleife "Dollbergschleife" (oder eben dieses Abschnittes des Saar-Hunsrücksteigs), den KeltischenRingwalls, war wegen des tiefen Schnee's eine waghalsige Aktion. Die vorhandene Treppe, die über den Ringwall führt, fand ich unter dem Schnee nicht. Kein Wunder, denn der Ringwall ist sagenhafte 2,5 Kilometer lang und bis zu zehn Meter hoch. So tastete ich mich über die schnebedeckten Steine, jeden Moment darauf gefasst, den Wall hinab zu stürzen und mir alle Gräten zu brechen. Ich empfehle deshalb wärmsten, den Besuch des Dollberges in einer Schneefreien Zeit in Angriff zu nehmen.

Der Ringwall im Winter

Der Ringwall im Sommer

Der gesperrte Saar-Hunsrück-Steig

Ok ... was ich nicht verschweigen möchte ist die Tatsache, das Traumschleife und Steig im Januar 21 wegen hoher Schneebruchgefahr gesperrt waren. Deswegen war ich hier allein unterwegs. Das erfuhr ich aber erst tief im Wald an der errichteten Wegesperrung durch Flatterband und DinA4-Blatt mit dementsprechenden Warnhinweisen. Da ich aber eine lange Busfahrt hinter mir hatte, um die Traumschleife zu wandern, zog ich meinen Plan ohne Gnade mir gegenüber durch. Das obige Bild zeigt die Wegetrasse im damaligen Ist-Zustand! Da könnt ihr euch vorstellen, was für ein Kampf diese Wanderung war!


Hinweis im Internet, den ich erst las, als ich wieder zu Hause war.

Nur auf den Wegen am und um die Primstalsperre (oder auch Talsperre Nonnweiler genannt) waren Spuren von Wanderschuhen und Skifahrern vorhanden, die das vorwärtskommen im Schnee etwas erleichterten. Aber wirklich nur etwas.




Ein weiterer Wermutstropfen dieser Wanderung war, das wegen Scheiß Corona alle Einkehrmöglichkeiten geschlossen waren und null Möglichkeit bestand, sich irgendwo bei kaltem Bier aufzuwärmen. Wie schon oben gesagt, diese Wanderung hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.



In schneefreien Zeiten kann ich die Besteigung des Dollberges und die Besichtigung des Ringwalls Otzenhausen nur empfehlen. Auch eine Besichtigung des Nationalparktores und des Keltendorfes Otzenhausen bietet sich bei dieser Gelegenheit an. Nach Otzenhausen kommt man übrigens wundarbar mit dem ÖPNV.
13.01.2021

14.10.2014

14.04.2015

Jetzt habe ich bald mehr über den Ringwall als über den Dollberg geschrieben, der übrigens im tiefen Wald abseits jeglicher mit Autos befahrbarer Wege idyllisch im Wald liegt. Ich empfehle euch sowieso, zum Besuch des Dollberges die oben erwähnte Traumschleife "Dollbergschleife" zu wandern. Da kommt man am Ringwall automatisch vorbei.

Viel Spaß beim Erstürmen des Dollberg-Gipfels, des höchsten Berges des schönen Saarlandes, wünscht euch...
...euer oller Waldkauz Rübezahl!

Am Wanderparkplatz Otzenhausen, kein Hinweis auf eine Sperrung