WANDERN IM KRIEGSGEBIET???
So kam es mir jedenfalls vor! Schon nach den ersten Kilometern wurde mir klar, das die Wanderfreude getrübt ist, wenn nebenan auf dem Truppenübungsplatz geschossen wird. Kann man sich irgendwo erkundigen, ob an diesen oder jenem Tag Krieg geübt wird? Wäre ganz gut zu wissen. Man will ja die Natur genießen. Ich musst mich nun damit abfinden, das es neben Vogelgezwitscher auch das ein und andere mal "rummste". Und geknattert hats auch. (RATATATATAAA! Maschinengewehre glaube ich....)
Aber das Wetter war supergeil. Die Sonne lachte. Und ich lachte zurück.
Der Rundwanderweg "Traumschleife Bärenbachpfad" beginnt und endet am Weiher in Baumholder. (RUMMS! Der Übungsplatz war das...) Es geht über Wiesen und man hat bald eine schöne Aussicht auf Baumholder. Nach Baumholder zu kommen ist übrigens überhaupt kein Problem mehr. Jetzt fahren sogar Züge! UND Busse! Beide ziemlich leer, aber sie fahren. Hin und auch zurück. Und wenn man Glück hat sogar pünktlich. Aber das (RUMMS) nur nebenbei.
Es dauert nicht lange und man ist mitten im Wald, der Mitte März leider noch nicht grün ist. Erste Insekten fliegen schon herum. Hubschrauber auch. Das hat mit dem Frühling aber nix zu tun. (RUMMMS)
Bald hat man eine schöne Aussicht auf den Truppenübungsplatz, der auch herrliche unberührte Natur zu bieten hat. Unten sieht man den (RATATATATA) Rastplatz mit Aussicht auf den Übungsplatz. (RUMMMMS)
Trotz der Geräuschkulisse muss ich sagen, das der Weg rein landschaftlich gesehen eine Augenweide ist. Herrliche urige Trampelfade mitten durch den Wald. Ich muss noch mal wieder kommen, wenn alles grün ist. Das wird Klasse. Die Ausschilderung ist vorbildlich. Man braucht eigentlich gar keine Wanderkarte. Rastplätze gibt es auch genug.
Mit 14 km Länge zählt er nicht zu den längsten, hat aber einige Steigungen zu bieten. (RATATATATATA) Da kommt man schon mal ins Schwitzen. Steilste Steigung hat 27%. (RUMMMS BUMMMMS) Ich habe gaaaaaanz gemütlich 6 Stunden gebraucht. Mit Pause in der Sonne. Hier mal das Profil mit Satellitenbild:
Und ein ganz gemütliches Weizenbier, oder auch zwei, kann man zum Abschluss noch im Zentrum Baumholders genießen. Direkt an der Bushaltestelle. Also Freunde, sobald es grün ist, auf nach Baumholder. Aber die Ohrenstöpsel nicht vergessen. Sicher ist (RUMMMMS) sicher. Haha...
Bis bald im Wald, euer Rübezahl....
Rübezahl nimmt euch mit ins Abenteuer. Kommt einfach mit mir in die Natur, solange sie noch da ist. Kraxelt mit mir auf Hügel und Berge, über wurzelsteinige Pfade mit Umknick- und Stolpergefahr. Mein Motto: HEUTE IST DER 1.TAG VOM REST MEINES LEBENS! LIEBER IM WALD VOM BLITZ ERSCHLAGEN, ALS HERZINFARKT AUF'N SOFA! Es gibt Bilder und Wegbeschreibungen. Sorry für meine Unvollkommenheit bei der Gestaltung des Blogs, bin kein Profi. Bis bald im Wald ... ruft der olle Waldkauz Rübezahl...
Samstag, 21. März 2015
Montag, 16. März 2015
Schon einen Monat nix geschrieben. Na und?
(Schreib)faule Sau, die ich bin.....
Manchmal habe ich eben keine Lust. Zum Schreiben am PC meine ich. Bin nun mal nicht mehr der Typ, der es lange an dem Gerät aushält.
Aber zum Wandern habe ich immer Lust. Außer es regnet wie aus Gießkannen. Oder wie man hier sagt: Es gallert wie Hunne.
Also Wandern war ich in der letzten Zeit doch ein paar mal.
Und zwar:
-am 05.02.2015 von der Polizei in Oberstein durch den Wald nach Göttschied zum Schloss und dann zurück zur Polizei. Das waren dann 11 Kilometer.
-am 18.02.2015 von Göttschied nach Kirn auf dem Nahe-Höhen-Weg. 17 km.
-am 19.02.2015 von Oberstein auf dem Nahe-Höhen-Weg nach Hammerstein und wieder zurück. Eigentlich wollte ich nach Birkenfeld, aber wegen schlechter Ausschilderung habe ich mich verlaufen. Und die Zeit lief mir auch weg. So musste ich in Hammerstein den Point of no return nehmen und bin dann der Nase nach zurück nach Oberstein. Sind dann schließlich doch noch 14 Kilometer geworden.
-am 25.02.2015 von Birkenfeld nach Oberstein auf dem Nahe-Höhen-Weg. 24 Kilometer leider viel auf geteerten Wegen. Ist lange Zeit identisch mit dem Nahe-Rad-Weg. Schade....und trotzdem schön! Und manchmal auch schlammig. Yaeh...
-am 11.03.2015 auf dem Hunsrück-Höhenweg von Kirn über Bergen, Herrstein und Mörschied nach Oberstein. 28 Kilometer bei herrlichem Sonnenschein! Wunderbar :-)
Also: Sooooo ne faule Sau bin ich dann doch nicht! Oder?
Bis bald im Wald: Euer Rübezahl....
Manchmal habe ich eben keine Lust. Zum Schreiben am PC meine ich. Bin nun mal nicht mehr der Typ, der es lange an dem Gerät aushält.
Aber zum Wandern habe ich immer Lust. Außer es regnet wie aus Gießkannen. Oder wie man hier sagt: Es gallert wie Hunne.
Also Wandern war ich in der letzten Zeit doch ein paar mal.
Und zwar:
-am 05.02.2015 von der Polizei in Oberstein durch den Wald nach Göttschied zum Schloss und dann zurück zur Polizei. Das waren dann 11 Kilometer.
-am 18.02.2015 von Göttschied nach Kirn auf dem Nahe-Höhen-Weg. 17 km.
-am 19.02.2015 von Oberstein auf dem Nahe-Höhen-Weg nach Hammerstein und wieder zurück. Eigentlich wollte ich nach Birkenfeld, aber wegen schlechter Ausschilderung habe ich mich verlaufen. Und die Zeit lief mir auch weg. So musste ich in Hammerstein den Point of no return nehmen und bin dann der Nase nach zurück nach Oberstein. Sind dann schließlich doch noch 14 Kilometer geworden.
-am 25.02.2015 von Birkenfeld nach Oberstein auf dem Nahe-Höhen-Weg. 24 Kilometer leider viel auf geteerten Wegen. Ist lange Zeit identisch mit dem Nahe-Rad-Weg. Schade....und trotzdem schön! Und manchmal auch schlammig. Yaeh...
-am 11.03.2015 auf dem Hunsrück-Höhenweg von Kirn über Bergen, Herrstein und Mörschied nach Oberstein. 28 Kilometer bei herrlichem Sonnenschein! Wunderbar :-)
Also: Sooooo ne faule Sau bin ich dann doch nicht! Oder?
Bis bald im Wald: Euer Rübezahl....
Dienstag, 17. Februar 2015
Rückblick Sierra Nevada 2014 und die Besteigung des höchsten Berges des spanischen Festlandes
Südspanien, Juni und Schnee? Das geht!
Schon auf der Fahrt von San Jose nach Granada war ich fasziniert. Im Bus brummt die Klimaanlage auf volle Pulle und in der Ferne grüßen die schneebedeckten Berge der spanischen Sierra Nevada.
Ganz zufällig zeigt der Pfeil auf dem Verkehrsschild genau dort hin, wohin ich wollte. Mein Ziel war die Eroberung des Mulhacen. Mit 3482 Metern ist das der höchste Berg des spanischen Festlandes.
Weil die nächsten Tage für das Gebirge schlechtes Wetter gemeldet war, blieb ich drei Tage in Granada. Vielleicht schreibe ich darüber noch einen extra Blog. Mal sehen...
Am Montag den 2.Juni ging es dann endlich von Granada nach Trevelez. Trevelez ist die höchst gelegene Gemeinde Spaniens. Der Campingplatz auf 1560 Metern Höhe war noch nicht gut besucht. Das gefiel mir. Die Gaststätte bot Frühstück, Mittag- und Abendessen an. Verpflegung gesichert. Einen kleinen Laden gab es auch. Also alles OK.
Gleich am nächsten Morgen machte ich mich auf ins Abenteuer. Drei Liter Wasser im Rucksack und etwas Verpflegung, Kamera, GPS und Wanderkarte. Und zwei warme Jacken. Immerhin wollte ich auf über 3000 Meter. Und da liegt Schnee. Etwas flau war mir schon um die Magengegend. Bissl bekloppt muss ich sein.
Da Trevelez nur ein kleines Nest ist, war ich schnell in der Pampa. Zum Mulhacen führt sogar ein ausgeschilderter Wanderweg. Was soll denn da noch schief gehen?
Zum warm werden ging es gleich mal steil bergauf. Auf einem ziemlich holprigen Weg pfiff ich ein Liedchen und die Luft war frisch. Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen. Ich sprühte nur so von Energie. Bald hatte mich die totale Einsamkeit umgeben. Ab und zu wurde der holprige Weg zu einem murmelnden Bach. Und schon murmelte auch ich die ersten zaghaften Flüche, weil ich meine Schuhe nicht nass machen wollte. Von Stein zu Stein springen wäre doof und auch keine wirkliche Alternative. Umknicken und Knöchelbrechen abseits jeglichen Handyempfangs wäre fatal, wenn man alleine unterwegs ist, egal ob mit oder ohne nasse Schuhe.
Inzwischen war ich schon ein paar Stunden unterwegs und hatte die 2000-Meter-Marke überschritten. Nur noch 1400 Meter...aber nach oben! Der Weg erwies sich als durchgehend steil und durchgehend holprig. Ich pfiff kein Liedchen mehr und der Energievorrat nahm ab. Rechts und links muhten Kühe. Ich hoffte jedenfalls, das es Kühe waren und grübelte nach, ob Stiere auch muhen. Ich hatte keine Ahnung.
Auf 2500 Metern gab ich die Hoffnung auf, das der Weg irgend wann mal etwas unholpriger und weniger steil würde. Manchmal wurde er wirklich etwas weniger steil, worüber ich dann froh war, wirklich flach und eben wurde er nie.



Etwa zur Mittagsstunde pfiff ich kein Liedchen mehr, sondern auf dem letzten Loch. Und das Ziel war noch weit. Plötzlich tat sich vor mir eine Wand auf mit eingebauten Wasserfall. Apropos Wasser: Das hatte ich längst weggeschüttet und somit das Gewicht des Rucksacks reduziert, denn das Wasser in den vielen Bächen war so klar und lecker, das ich es bedenkenlos trank.
Aber zurück zur Wand mit dem Wasserfall. Ich dachte bei mir, der Weg wird doch nicht etwa irrsinniger Weise direkt da hinauf gehen......leider doch.....er tat es. Teilweise grabbelte ich wie ein Käfer und der Schweiß lief mir in die Augen. Auch Angstschweiß war dabei, weil ich fürchtete, ab zu rutschen.
| Eingeborener der Sierra Nevada |
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| Die Sierra Nevada im Juni (Übersetzung: Verschneites Gebirge) |
Weil die nächsten Tage für das Gebirge schlechtes Wetter gemeldet war, blieb ich drei Tage in Granada. Vielleicht schreibe ich darüber noch einen extra Blog. Mal sehen...
Am Montag den 2.Juni ging es dann endlich von Granada nach Trevelez. Trevelez ist die höchst gelegene Gemeinde Spaniens. Der Campingplatz auf 1560 Metern Höhe war noch nicht gut besucht. Das gefiel mir. Die Gaststätte bot Frühstück, Mittag- und Abendessen an. Verpflegung gesichert. Einen kleinen Laden gab es auch. Also alles OK.
Gleich am nächsten Morgen machte ich mich auf ins Abenteuer. Drei Liter Wasser im Rucksack und etwas Verpflegung, Kamera, GPS und Wanderkarte. Und zwei warme Jacken. Immerhin wollte ich auf über 3000 Meter. Und da liegt Schnee. Etwas flau war mir schon um die Magengegend. Bissl bekloppt muss ich sein.
Da Trevelez nur ein kleines Nest ist, war ich schnell in der Pampa. Zum Mulhacen führt sogar ein ausgeschilderter Wanderweg. Was soll denn da noch schief gehen?
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| 7 Stunden? Ein Klacks! Dachte ich da noch.... |
| Bach oder Weg? Das ist hier die Frage! |
| Noch ne Frage: Kuh oder Stier? |


Etwa zur Mittagsstunde pfiff ich kein Liedchen mehr, sondern auf dem letzten Loch. Und das Ziel war noch weit. Plötzlich tat sich vor mir eine Wand auf mit eingebauten Wasserfall. Apropos Wasser: Das hatte ich längst weggeschüttet und somit das Gewicht des Rucksacks reduziert, denn das Wasser in den vielen Bächen war so klar und lecker, das ich es bedenkenlos trank.
Aber zurück zur Wand mit dem Wasserfall. Ich dachte bei mir, der Weg wird doch nicht etwa irrsinniger Weise direkt da hinauf gehen......leider doch.....er tat es. Teilweise grabbelte ich wie ein Käfer und der Schweiß lief mir in die Augen. Auch Angstschweiß war dabei, weil ich fürchtete, ab zu rutschen.
Die Wand!
Mir wurde klar, das ich den Mulhacen heute nicht mehr erreichen werde. Aber da hinauf wollte ich unbedingt noch. Die Siete Lagunas (Sieben Seen) die laut Karte direkt hinter der Kante sein mussten, wollte ich sehen.
Wenigstens ein Teilziel musste ich erreichen. Eine Stunde brauchte ich für dieses Stückchen Berg. Ihr müsst bedenken, das hier in nun 3000m Höhe die Luft langsam dünn wird. Außerdem war es kalt geworden und statt mir pfiff inzwischen ein kräftiger Wind seinen Flamenco. Unangenehm bei durchgeschwitzten Kleidern. Meine Jacken musste ich beide trotz Schwitzens zum Schutz vor dem Wind anziehen. Alle paar Meter blieb ich stehn und schnappte nach Luft, so steil war es. Ich hatte die Strecke völlig, ja total völlig unterschätzt. Oder mich überschätzt. Egal. Aber über die Kante da oben musste ich noch! Koste es, was es wolle. Und ich schaffte es! Jawoll! ICH SCHAFFTE ES UND ICH WAR STOLZ DARAUF!
Auf dem unteren Bild sieht man im Hintergrund den Mulhacen, ihn zu erreichen war jedoch reine Utopie. "Nur" zwei Kilometer fehlten noch bis dort hin, jedoch mit 400m Höhenunterschied. Da es schon 13:30 Uhr war und ich an den Rückweg denken musste, kehrte ich hier nach einer ausgiebigen Rast um. Vorher tauschte ich die mit Schweiß getränkte Kleidung gegen trockene, die ich zum Glück mit geschleppt hatte.
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| So nah und doch so fern: Der Mulhacen |
Ich setzte mich auf einen unbequemen Stein und genoss die Stille. Dann musste ich unbedingt den Schnee anfassen. Unbedingt! Ich wollte den Menschen ja erzählen, das man in Südspanien im Juni Schneeballschlacht machen kann! Und wie ihr seht, erzähle ich keinen Scheiß!
Für einen kurzen Augenblick überlegete ich, ob ich nicht doch noch hinauf klettern sollte, verwarf diesen absurden Plan aber sofort. Ich ließ die Umgebung und die Stille noch etwas auf mich wirken und machte mich schweren Herzens auf den Rückweg. Und der wurde auch nicht leicht!
Mehrere Stunden ging ich auf dem selben Weg bergab, den ich vorher mühseelig hinauf gekraxelt bin. Wir Menschen machen wirklich komische Sachen.
Trotzdem war ich inzwischen wieder gut gelaunt und freute mich über den, wie soll ich sagen, erfolgreichen Misserfolg. Ein Abenteuer war es auf jeden Fall!
10km bergauf und 10km bergab! Und zwar teilweise so steil, das man es fast nicht beschreiben kann. 10km die mir meine Grenzen gezeigt haben. Aber abgeschlossen ist dieses Kapitel noch nicht! Noch nicht.....
Na warte, Mulhacen!
Bis bald im Wald, euer Rübezahl.....
Ich hab ne Meise, halt, zwei sogar...
Auch Vögel brauchen Liebe! Und Futter!
Ja! Ich habe ne Meise, nein, zwei sogar im Schnee gefunden. Beim Wandern. Bei minus 6°C. Schnee lag auch noch rum, wie man sieht.
Der eine war schon tot und der andere war zu schwach zum wegfliegen. Ich konnte mit der Kamera bis auf zehn Zentimeter ran. Es sah aus, als wolle er seinen Freund wärmen, ihn retten. Ein trauriges Bild. Aber ich konnte nichts tun...
Da fiel mir ein, das ich dieses Jahr gar kein Futterhäuschen für die Vögel aufgestellt habe. Obwohl es so kalt ist. Schlecht.
Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen:
Grundsätzlich bin ich gut zu Vögeln!
Und ihr?
Bis bald im Wald: Euer Rübezahl...
Ja! Ich habe ne Meise, nein, zwei sogar im Schnee gefunden. Beim Wandern. Bei minus 6°C. Schnee lag auch noch rum, wie man sieht.
Der eine war schon tot und der andere war zu schwach zum wegfliegen. Ich konnte mit der Kamera bis auf zehn Zentimeter ran. Es sah aus, als wolle er seinen Freund wärmen, ihn retten. Ein trauriges Bild. Aber ich konnte nichts tun...
Da fiel mir ein, das ich dieses Jahr gar kein Futterhäuschen für die Vögel aufgestellt habe. Obwohl es so kalt ist. Schlecht.
Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen:
Grundsätzlich bin ich gut zu Vögeln!
Und ihr?
Bis bald im Wald: Euer Rübezahl...
Mittwoch, 11. Februar 2015
Saar-Hunsrück-Steig 8.Etappe im Schnee (Soooo geil!)
Sooooo ein Tag, so wunderschön wie heute! Im Schnee von Tiefenstein über Kirschweiler, Wildenburg, Mörschieder Burr, Herborn zur Weiherschleife Idar-Oberstein
(Das heute war am 04.02.2015)
Ja! Genau das ging mit durch den Kopf, als ich an der Wildenburg vorbei auf 675 Meter Höhe durch den Schnee stapfte. Ein Schnee so weiß, wie ihn ein Stadtmensch nur noch selten zu Gesicht bekommt. Ein Schnee, der glücklich macht.
Eigentlich begann diese Etappe denkbar schlecht. Gestartet bin ich in Tiefenstein am der Endhaltestelle der Buslinie 301. Von da bin ich nach Kirschweiler und habe mich gleich mal verlaufen. Lacht ruhig! Ich jedenfalls war erst mal knatschig. Falsche Straße gewählt....eine Sackgasse, die in der Pampa endend! Mist. Weil ich zu faul war, umzukehren, und weil der Weg, auf den ich eigentlich wollte, in Sichtweite und zum Greifen nah war, ging ich ein kurzes Stück querfeldein. Schlechte Entscheidung! Die verschneite Wiese entpuppte sich nach ein paar Metern als eine Morastfalle, übertünscht mit unschuldigen Schnee. Da ich nirgends lange stehen konnte, ohne so weit ein zu sinken, das Wasser oben in meine Stiefel zu laufen drohte, sprang ich festen Boden suchend planlos in alle möglichen Richtungen, dann nur noch vorwärts. Doch überall versank ich, wenn ich nicht sofort weiter sprang. Eine braue, schlammige Spur war hinter mir zu bestaunen.
Schmatzgeräusche und Fluche hallten durch den Tann. Meine Stöcke fanden auf dem mit Gras und Schnee bedeckten Moor keinen Grund. Der Schweiß rann mir vom Gesicht und gefror in meinem Bart! Nur nicht in den Matsch fallen, mit dem Gesicht voran vielleicht noch...wie früher im Stummfilm! Keiner wäre da gewesen um darüber zu lachen. So sprang ich wie eine Gazelle mit der Figur einer Milchkuh mit den Stöcken hilflos durch die Luft wirbelnd zum rettenden Ufer bzw Weg. Entschuldigt, das ich keine Fotos gemacht habe. Ich hatte wirklich keine Zeit und Muse, die Kamera irgendwo hin zu stellen, damit sie mit Selbstauslöser Bilder davon macht, wie ich mit doofen Gesicht im Moor versinke...
Aber das gab sich wieder.
Für all die Aufregung sollte ich noch fürstlich entlohnt werden. Die Gegend um die Wildenburg präsentierte sich als Winterwunderland. Es gab Passagen, in die ich als Erster meine Fußspuren setzte durfte. Wenn die Sonne strahlte, dann strahlte ich mit ihr um die Wette.
(Das heute war am 04.02.2015)
Ja! Genau das ging mit durch den Kopf, als ich an der Wildenburg vorbei auf 675 Meter Höhe durch den Schnee stapfte. Ein Schnee so weiß, wie ihn ein Stadtmensch nur noch selten zu Gesicht bekommt. Ein Schnee, der glücklich macht.
Eigentlich begann diese Etappe denkbar schlecht. Gestartet bin ich in Tiefenstein am der Endhaltestelle der Buslinie 301. Von da bin ich nach Kirschweiler und habe mich gleich mal verlaufen. Lacht ruhig! Ich jedenfalls war erst mal knatschig. Falsche Straße gewählt....eine Sackgasse, die in der Pampa endend! Mist. Weil ich zu faul war, umzukehren, und weil der Weg, auf den ich eigentlich wollte, in Sichtweite und zum Greifen nah war, ging ich ein kurzes Stück querfeldein. Schlechte Entscheidung! Die verschneite Wiese entpuppte sich nach ein paar Metern als eine Morastfalle, übertünscht mit unschuldigen Schnee. Da ich nirgends lange stehen konnte, ohne so weit ein zu sinken, das Wasser oben in meine Stiefel zu laufen drohte, sprang ich festen Boden suchend planlos in alle möglichen Richtungen, dann nur noch vorwärts. Doch überall versank ich, wenn ich nicht sofort weiter sprang. Eine braue, schlammige Spur war hinter mir zu bestaunen.
| Da bin ich quer durch! |
Kurz darauf versperrte ein Baum den Weg. Wollte mich eine höhere Macht vom Wandern abhalten? Nicht mit mir! Ich ging links vorbei, weil rechts immer noch das Moor lauerte. Und ich war erst ganz kurz hinter Kirschweiler. Noch keine halbe Stunde unterwegs. So viel Action brauche ich zum Etappenstart wirklich nicht. Ehrlich.
Hinter dem Baum ging es endlich ruhiger weiter. OK...es ging 300 Meter nach oben zur Wildenburg. Meine zum Glück nur äußerlich nassen Schuhe erwiesen sich als ein prima Schneemagnet. Meine Schuhe wurden zu Schneekugeln. Alle paar Meter musste ich so kräftig aufstampfen, das sogar der Schnee von den umliegenden Bäumen herab rieselte! Könnte ihr glauben!Aber das gab sich wieder.
Für all die Aufregung sollte ich noch fürstlich entlohnt werden. Die Gegend um die Wildenburg präsentierte sich als Winterwunderland. Es gab Passagen, in die ich als Erster meine Fußspuren setzte durfte. Wenn die Sonne strahlte, dann strahlte ich mit ihr um die Wette.
| Meine Spuren im Schnee |
Sicher ist es anstrengend, durch den Schnee zu tappen. Anstrengend für den Körper, aber entspannend für die Seele. Klingt kitschig, stimmt aber. An der "Mörschieder Burr" vorbei gings Richtung Herborn und Veitsrodt. Immer schee durch de Schnee. Ich war nicht der einzige Wanderer. Mir begegneten noch einige andere glückliche Menschen, zum Teil mit lächelnden Hunden. Schneeschnautzenhunde. Und Aussichten gabs auch. Schöne Aussichten. Ich glaube, sogar meine Augen freuten sich.
| Schöne Aussichten |
Die ca. 20 Kilometer gingen nicht spurlos an meiner Seele vorbei, an meinen Waden auch nicht. Es war eine Wanderung in eine mir zwar bekannte Umgebung und trotzdem in ein Märchenland.
Je näher Idar-Oberstein kam, je weniger wurde der Schnee und die Welt wurde leider wieder real. Und matschig auch. Schade.
Warum bin ich früher nie im Winter gewandert? Gute Frage.....
Bis bald im Wald, euer Rübezahl....
| Rübezahls Welt |
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