Donnerstag, 9. April 2015

Frohe Ostern

Habe extra zu den Feiertagen meine Wanderstöcke mit Ostereiern gekreuzt. Das sind jetzt Eierstöcke!



Darauf ein Bier!
Bis bald im Wald, euer Rübezahl...

Freitag, 3. April 2015

Der Schleiferweg rund um Idar. Ein Wanderweg stirbt...

Ein Weg der unglücklich macht. (03.04.2015)

Es war schon das zweite Mal in diesem Jahr, das ich diesen einst an jeder Ecke Idar-Obersteins gepriesenen Wanderweg angegangen bin. Beim ersten mal habe ich nach einer Stunde wegen schlechter Laune abgebrochen.
Zum zweiten mal  habe ich den neuen Kreisel an der Polizei (Göttschieder Straße) als Startpunkt gewählt.
Zum zweiten mal hatte ich nach einer Wanderstunde stinkige Laune.
Aber diesmal habe ich trotzdem den ganzen Weg durch gehalten. Ich wollte wissen, wie ist jetzt die Qualität des Weges, den ich früher mindestens einmal im Jahr komplett gegangen bin.
Am Ende des Weges musste ich mir eingestehen. Dieser Weg stirb. Es scheint sich niemand mehr um ihn zu kümmern. An jeder zweiten Wegkreuzung fehlen die Schilder, die Wege selbst sind oft durch Forstfahrzeuge kaputtgefahren, vor allem zwischen Krankenhaus und Vollmersbacher Straße. Bäume liegen hier und da quer.
Müll fast an jeder Ecke. Zäune versperren den Weg. Baustellen überall. Wege sind unter Wasser.


Nur in der Nähe der touristischen Attraktionen versucht man den Schein waren zu wollen, der Schleiferweg wäre schön. 
Nein er ist nicht (mehr) schön.
Früher bin ich diesen Weg immer als erstes im Jahr nach der Uhrumstellung gegangen. Das war fast schon Tradition. Dieses Jahr wird es das letzte mal gewesen sein.
Sogar die Tourist-Information Idar-Oberstein weigert sich, die Wanderkarte "Schleiferweg" weiter zu verkaufen.
Der Weg wurde mittels Spenden durch die "Bürgergemeinschaft Idar e.V." gepflegt. Wahrscheinlich gibt es sie nicht mehr. Oder keine Spenden. Oder Beides. Ich weis es nicht.
Tschüss Schleiferweg. Ich komme nicht mehr...selbst wenn es Freibier gäbe!

Bissl traurig heute, trotzdem bis bald im Wald!
EUER RÜBEZAHL

Dienstag, 31. März 2015

Jahresziel: 1000 Kilometer! Bilanz nach 3 Monaten....

OK: Hier sind meine Wanderungen von Januar 2015 bis Ende März:

Kilometerangaben sind zusammengerechnet mit Zu- und Abwegen, alles was mein GPS-Gerät aufzeichnet.


06.01.2015: Rund um die Kama (Traumschleife mit absichtlichen Umwegen) 13 Kilometer
07.01.2015: Göttschied - Fischbach - Göttschied (der Nase nach) 17 Kilometer
22.01.2015: Rundweg X1 (Ein wirklich herrlicher Rundweg, aber anspruchsvoll rund um Oberstein) 22 Kilomneter
04.02.2015 Saar-Hunsrücksteig (Kirschweiler-Herborn-Vetsrodt-Tiefenstein) 22 Kilometer
05.02.2015 Idar-Oberstein (Polizei-Göttschied-Schloß Oberstein-Polizei Göttschied) 11 Kilometer der Nase nach
18.02.2015 Göttschied-Kirn über den Nahe-Höhenweg 17 Kilometer
19.02.2015 Oberstein - Hammerstein - Oberstein der Nase nach: 14 Kilometer
25.02.2015 Nahehöhenweg (Birkenfeld-Rimsberg-Kronweiler-Frauenberg-Hammerstein-Oberstein) 24 Kilometer
11.03.2015 Hunsrück-Höhenweg (Kirn-Bergen-Herrstein-Mörschied-Tiefenstein) 28 Kilometer
17.03.2015 Traumschleife "Bärenbachpfad" bei Baumholder 18 Kilometer
18.03.2015 Traumschleife "Nohener Naheschleife" 14 Kilometer
19.03.2015 Nahe-Höhenweg (Kirn- Dhaun-Weiler-Bad Sobernheim) 25 Kilometer
20.03.2015 Traumschleife "Kupfer-Jaspis-Pfad 24 Kilometer (Fischbach-Hintertiefenbach-Niederwörresbach-Fischbach)


Das sind 249 Kilometer. Gute Bilanz....

Bis bald im Wald: Euer Rübezahl....

Sonntag, 22. März 2015

KUPFER-JASPIS-PFAD: 20 KILOMETER FÜR FORTGESCHRITTENE (20.03.2015)

BERGE, BÄCHE UND MUSKELKATER

Ich sags euch gleich: Dieser Weg, wird kein leichter sein...
Ehrlich: 20 Kilometer Länge plus Zuwegung, zusammengerechnet 880 Meter bergauf und-ab, durchschnittliche Steigung 8,1%, steilste Steigung 27%, 7 Stunden Gehzeit bei 3km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, 270 Meter Höhenunterschied.

Aber aber aber: Man muss diese Strecke ja nicht gleich komplett an einem Tag abwandern. Es geht in Fischbach los, durch Hintertiefenbach und auch noch durch Niederwörresbach. Da kann man sich ja irgendwo abholen lassen, wenn man müde ist. Oder wenn man Blasen hat. Oder Mistwetter die Laune verdirbt. Oder wenn man einfach keinen Bock mehr hat. Gibts ja alles!
Ich musste es wiedermal übertreiben und habe diese Traumschleife zur Teststrecke für meine Fitness umgemodelt, habe meinen Rucksack gepackt, wie für ne Mehrtageswanderung. Fehlender Schlafsack und die Isomatte wurden durch Zusatzgewicht in Form von Wasser simuliert und los gings.  Am nächsten Tag quälte mich auch ein süßer Muskelkater. Obwohl ich sonst keine Tiere mit nach Hause bringe. Schon gar keinen Kater. Ne süße Mietze wäre OK.
Dieses Training musste aber sein. Schließlich will ich dieses Jahr noch vier Wochen in Portugal wandern. 
Der Weg selbst bietet, wie die meisten "Traumschleifen" auch, die gewohnt unverlaufbare Ausschilderung und gepflegte Rastplätze. Eine Wanderkarte ist im Prinzip unnötig. 
Bitte nehmt genug zu trinken mit, da die Kneipen am Wegesrand (Pulverloch in Hintertiefenbach z.B.) in der Woche meistens erst um 17 Uhr öffnen, am Wochenende könnte es besser sein. Vielleicht wenn man einen Umweg übers Kupferbergwerk in Fischbach macht, da könnte man Glück haben und relativ ein kühles Weizen bekommen. Im Sommer zumindest. Bedeutet aber nochmal 1,4 Kilometer Umweg für die Füße!
Überhaupt sind die zuletzt beschriebenen drei "Traumschleifen" (Bärenbachpfad Baumholder, Nohener Naheschleife und heute der Kupfer-Jaspis-Pfad) nahe der Heimat und gut zu erreichende, herrliche Wanderwege, die einen Teerwegeanteil von fast null haben. Aber man kann schon mal schlammige Schuhe bekommen...oder Hosen...oder mehr. Ich spreche aus Erfahrung!
Hier noch das Satellitenbild und das Profil und dann habe ich heute keine Lust mehr zu schreiben.

Rübezahl ist müde, deshalb:
Bis bald im Wald, euer Rübezahl....
Hoffentlich wird die Welt bald grün...

Samstag, 21. März 2015

"NOHENER NAHESCHLEIFE", DER WEG DER GLÜCKLICH MACHT. 18.03.2015

Die Schleife mit dem Weinschrank

Die Nohener Naheschleife führt direkt am Bahnhof vorbei, ja quasi mittendurch. Dieser Weg ist also problemlos mit der Bahn zu erreichen. Und das ist auch gut so. Warum? Auf diesem Weg ist irgendwo ein Schrank versteckt, der es in sich hat. Aber dazu später. 
Diese Traumschleife ist 12 Kilmeter lang. Manche werden sagen, sooo lang, für die etwas Geübteren unter uns ist das relativ kurz. Ist aber egal, es geht um den Spaß, um frische Luft, Natur und auch ein bissl ums Schwitzen. Ohne Schwitzen kein Wandern! Ist ja schließlich eine Art Sport.
Sport mit Aussicht. Man muss nur die Augen öffnen. Es werden einem viele tagtägliche Dinge begegnen, wie ein Baum zum Beispiel, der richtig betrachtet, plötzlich eine eindrucksvolle Erscheinung ist. Oder eine Hummel, weil sie die erste in diesem Jahr ist. 
Heute habe ich drei Zitronenfalter gesehen. Gelbe Farbtupfer, die durch die Luft flattern. Klingt kitschig, ist aber trotzdem schön. Und ein Wunder. Auch wenn sie in Wirklichkeit keine Zitronen falten....
Aber zurück zum Weg. Nach knapp sechs Stunden war ich rum. Das lag an meiner vielen Rumknipserei. Und Steigungen hat es auch, von denen eine besonders knackig ist mit ca. 28%. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 2,4 km/h. Aber daran war vor allem der Weinschrank schuld.
Jetzt werden einige Fragen: Wie? Weinschrank?
Ja liebe Leute. Auf diesem Wege ist ein Weinschrank eingebaut. Mit drei Sorten Nahewein für 2,50 € die Pulle in eine Kasse des Vertrauens. Aber Vorsicht! Nach dem Aufstieg ist der Kreislauf gut in Schwung und der leckere, eiskalte Wein greift sofort die Synapsen an. Aber es ist so gemütlich, mit anderen Wanderern zusammen zu sitzen und Wein zu schlürfen. Wandererlatein wird ausgetauscht. Wunderbar!
Hier seht ihr den Schrank (im Hintergrund) und mich und zwei Seelenverwandte (im Vordergrund), denen trotz Wein zum Lachen zu mute war. Man strahlt automatisch, wenn man den wundersamen Weinschrank öffnet. Sogar Gläser sind drin. Aus echtem Glas! Kein Plastikmüll! Schön getrennt, schmutzige hier auf dem Fuß stehend, saubere dort auf dem Kopf stehen. Weinschrankbenutzungshinweise sind an der Innenseite des Schrankes angebracht. Einfach genial....
Nach dem Weingenuss gehts dann bergab. Und das meine ich rein der Landschaftsform geschuldet. Aber es geht sich wie von allein. Alkohol ist Doping. Ich hörte, das manch Wanderer nach mehreren Pullen sogar geflogen ist! Haaaaaa Haaaaaa....
Hier noch mal zusammengefasst die Pluspunkt diese Weges:
-super zu erreichen mit der Bahn
-herrliche Aussichten
-liebevoll gestaltete Rastplätze, einer mit Weinschrank
-mit 12 km nicht zu lang
-idiotensichere Ausschilderung (einmal bin ich falsch gegangen....der Wein....)
Der Frühlingswandertipp von mir für euch!

Bis bald im Wald, euer Rübezahl...

Übrigens: Wer zum Abschluß noch ein Weizen trinken will, die Bahnhofswirtschaft öffnet unter der Woche um 17 Uhr, am Wochenende 10-14 Uhr und dann wieder ab 17 Uhr. Prost!