Mittwoch, 17. April 2024

Die zwei Mittelpunkte des Saarlandes

 Falscheid und Habach, die zwei Mittelpunkte des Saarlandes


Die zwei Kamerasymbole in der Streckenaufzeichnung oben rechts markieren die zwei Mittelpunkte des Saarlandes. Das obere Kamerasymbol markiert den geometrischen und das untere Kamerasymbol den geographischen Mittelpunkt des Saarlandes. Die Streckenaufzeichnung oben links im Bild entstand, weil ich die Aufzeichnung kurz vor Falscheid aus Versehen unterbrach und neu starten musste. Beide Trackaufzeichnungen bilden aber eine Wanderung ab und der Vollständigkeit halber habe ich sie hier auch beide abgebildet. Der Punkt "B" links ist identisch mit Punkt "A" rechts.



Fast zwanzig Kilometer und vierhundert Höhenmeter musste ich bei dieser Wanderung meistern. Ich wollte es ja so. Ich wollte beide saarländischen Mittelpunkte mit einer Wanderung "abarbeiten".



Während der geographische Mittelpunkt des Saarlandes idyllisch und schön gestaltet an einem Waldweg unter hohen Bäumen in der Nähe von Falscheid liegt, befindet sich der geometrische Mittelpunkt in der Ortslage von Habach. Er ist auch gut ausgeschildert und man hat eine Infotafel aufgestellt. Trotzdem muss man sagen, das er sich sehr unromantisch hinter einem Industriegebäude befindet und die Hinweistafel steht noch nicht einmal am echten Mittelpunkt. Der wirkliche geometrische Mittelpunkt befindet sich etwas abseits der Infotalel auf einem privatem Grundstück, welches man nicht betreten darf. Manchmal ist es halt so. Wenn das mein Grundstück wäre, würde ich dort Bier und Eis verkaufen. Grillhaxen nicht, das wäre mir zuviel Arbeit und ich würde die sowieso alle selber essen....

Falscheid


Die Wanderung selbst war eigentlich ganz schön, mal durch Wald, mal über freies Feld mit schönen Fernblicken hier und da. Am besten deckt man sich schon in Lebach mit Getränken ein, weil es unterwegs, wenn man die selbe Strecke wie ich läuft, mit Einkehrmöglichkeiten eher mau aussieht. Man kommt zwar an einer Brauerei vorbei, kann seinen Durst dort aber nicht stillen. 


Das wollte ich euch nicht vorenthalten!

Das war heute ein kurzer Bericht. Gemacht habe ich diese Wanderung am 25.08.2019 und irgend etwas sehr Außergewöhnliches ist mir von dieser Tour bis heute, wo ich diese Zeilen schreibe (17.04.2024), nicht im Gedächtnis geblieben. Es ist ja auch schon wieder fünf Jahre her. Wo geht nur die Zeit hin?

Das fragt sich besorgt...
...euer oller Waldkauz Rübezahl!





Der höchste Berg des Saarlandes

Der höchste Berg des Saarlandes, der Dollberg, ist 695,4 Meter hoch!


Dreimal war ich schon auf dem Dollberg. Zweimal bei einer Wanderung auf der Traumschleife "Dollbergschleife" (am 14.04.2015 und am 13.01.2021) und einmal bei einer Wanderung auf der Saar-Hunsrück-Steig-Etappe Hermeskeil - Neuhütten (am 14.10.2014).

Die Tour auf der Traumschleife im Januar 21 wird mir ewig in Erinnerung bleiben! Ich dachte ja, das die Traumschleife auch im Winter gern besucht wird und der Schnee durch andere Wanderer etwas plattgetrampelt sein wird, aber Pustekuchen! Ich war der Einzige, der hier und heute unterwegs war. DER EINZIGE BEI 30 ZENTIMETER NEUSCHNEE!!! Es wurde eine der anstrengendsten Touren in meiner Wanderhistorie. Seid ihr schonmal am Strand von der Imbissbude mit Bier und Pommes hundert Meter zum Strandkorb durch tiefen Sand gelaufen? So müsst ihr euch das vorstellen, nur das hier der kalte Schnee und kein heißer Sand das Laufen erschwerte. Und das statt hundert Metern fünfzehn Kilometer stapfen angesagt war. Ich war klitschnass vom Schweiß. Und in den Schuhen schmolz irgendwann auch der unausweichlich eingedrungene Schnee. Ich hatte sogar etwas Angst, es nicht mehr zurück in die Zivilisation zu schaffen, so sehr war ich am kämpfen mit meiner fetten Wampe und wintergeschwächten Fitness...


Auch die Überquerung der Haupattraktion der Traumschleife "Dollbergschleife" (oder eben dieses Abschnittes des Saar-Hunsrücksteigs), den KeltischenRingwalls, war wegen des tiefen Schnee's eine waghalsige Aktion. Die vorhandene Treppe, die über den Ringwall führt, fand ich unter dem Schnee nicht. Kein Wunder, denn der Ringwall ist sagenhafte 2,5 Kilometer lang und bis zu zehn Meter hoch. So tastete ich mich über die schnebedeckten Steine, jeden Moment darauf gefasst, den Wall hinab zu stürzen und mir alle Gräten zu brechen. Ich empfehle deshalb wärmsten, den Besuch des Dollberges in einer Schneefreien Zeit in Angriff zu nehmen.

Der Ringwall im Winter

Der Ringwall im Sommer

Der gesperrte Saar-Hunsrück-Steig

Ok ... was ich nicht verschweigen möchte ist die Tatsache, das Traumschleife und Steig im Januar 21 wegen hoher Schneebruchgefahr gesperrt waren. Deswegen war ich hier allein unterwegs. Das erfuhr ich aber erst tief im Wald an der errichteten Wegesperrung durch Flatterband und DinA4-Blatt mit dementsprechenden Warnhinweisen. Da ich aber eine lange Busfahrt hinter mir hatte, um die Traumschleife zu wandern, zog ich meinen Plan ohne Gnade mir gegenüber durch. Das obige Bild zeigt die Wegetrasse im damaligen Ist-Zustand! Da könnt ihr euch vorstellen, was für ein Kampf diese Wanderung war!


Hinweis im Internet, den ich erst las, als ich wieder zu Hause war.

Nur auf den Wegen am und um die Primstalsperre (oder auch Talsperre Nonnweiler genannt) waren Spuren von Wanderschuhen und Skifahrern vorhanden, die das vorwärtskommen im Schnee etwas erleichterten. Aber wirklich nur etwas.




Ein weiterer Wermutstropfen dieser Wanderung war, das wegen Scheiß Corona alle Einkehrmöglichkeiten geschlossen waren und null Möglichkeit bestand, sich irgendwo bei kaltem Bier aufzuwärmen. Wie schon oben gesagt, diese Wanderung hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.



In schneefreien Zeiten kann ich die Besteigung des Dollberges und die Besichtigung des Ringwalls Otzenhausen nur empfehlen. Auch eine Besichtigung des Nationalparktores und des Keltendorfes Otzenhausen bietet sich bei dieser Gelegenheit an. Nach Otzenhausen kommt man übrigens wundarbar mit dem ÖPNV.
13.01.2021

14.10.2014

14.04.2015

Jetzt habe ich bald mehr über den Ringwall als über den Dollberg geschrieben, der übrigens im tiefen Wald abseits jeglicher mit Autos befahrbarer Wege idyllisch im Wald liegt. Ich empfehle euch sowieso, zum Besuch des Dollberges die oben erwähnte Traumschleife "Dollbergschleife" zu wandern. Da kommt man am Ringwall automatisch vorbei.

Viel Spaß beim Erstürmen des Dollberg-Gipfels, des höchsten Berges des schönen Saarlandes, wünscht euch...
...euer oller Waldkauz Rübezahl!

Am Wanderparkplatz Otzenhausen, kein Hinweis auf eine Sperrung




Dienstag, 2. April 2024

Der höchste Berg von Rheinland-Pfalz

Der Erbeskopf 816,31 Meter, in Rheinland-Pfalz ganz oben!



Radtour auf den Erbeskopf


Wanderung auf den Saar-Hunsrück-Steig

Dreimal war ich auf dem Erbeskopf:
-Das erste Mal am 15.04.2015 zu Fuß im Rahmen einer Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig.
-Das zweite Mal am 26.04.2020 mit dem Fahrrad mit Start und Ziel in Idar-Oberstein
-Das dritte Mal am 30.08.2022 bei einer Wanderung auf der Traumschleife "Gipfelrauschen". 
Zum Erbeskopf bzw. an das Hunsrückhaus kann man seit 2022 sehr bequem mit dem Bus fahren (Linie 800 von Idar-Oberstein nach Trier).


Der anstrengendste Besuch war bei meiner Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig von Neuhütten nach Morbach. 35 Kilometer und unzählbare Höhenmeter machten diese Tour extrem sportlich. 
Auch meine Fahrradtour von Idar-Oberstein auf den Erbeskopf war trotz E-Bike sehr sportlich. Ich passierte unter anderem den Kahlheid (766m), den Erbeskopf (816m), den Ruppelstein (755m) und den Sandkopf (757m). Außerdem passierte ich die Ortschaften Idar-Oberstein, Tiefenstein, Sensweiler, Wirschweiler, Allenbach, Börfink, Abentheuer, Brücken, Birkenfeld, Rimsberg, Kronweiler und Hammerstein. Das ergab 77 Kilometer garniert mit 1300 Höhenmetern.




Hiermit zählt der Erbeskopf zu den von mir am meisten besuchten höchsten Berge eines Bundeslandes. Obwohl ... auf dem Dollberg, dem höchsten Berg des Saarlandes war ich auch mindestens drei Mal.
Aber das ist eine andere Geschichte...

Aussicht vom Erbeskopf



Dadurch, das der Erbeskopf mit dem Hunsrückhaus neuerdings so hervorragend an den ÖPNV angebunden ist, kann man auch ganz easy die angbotenen Freizeitaktivitäten nutzen. Da gibt es einen Hochselgarten, eine Sommerrodelbahn, Gastronomie, ein Nationalpark-Museum, eine Mountainbikepiste und jede Menge Wanderwege.
Nur eines gibt es nicht, einen Lift auf den Gipfel. Wenn man ganz nach oben zur Skulptur "Windklang möchte, muss man kraxeln! 
Die Traumschleife "Gipfelrauschen ist nicht mal zehn Kilometer, aber auch wenn man hier unterwegs ist, muss man über den Gipfel, egal wierum man den Rundwanderweg geht.

Auf der Traumschleife Gipfelrauschen


Fazit: Der Erbeskopf ist ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug zu jeder Jahreszeit. Also auf was wartet ihr?

Traumschleife Gipfelrauschen

Vom Sofa scheucht euch auf...
... euer oller Waldkauz Rübezahl!

Der Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz

 Bärenbach (RLP), der Mittelpunkt von RLP


Zweimal war ich am Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz. Das erste Mal am 14.02.2018 zu Fuß bei einer Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig. Damals benutzte ich noch kein Komoot und es existiert von dieser Wanderung nur eine Garmin-GPS-Aufzeichnung. Das zweite Mal war ich mit meinem Black Beauty (Bild oben oder unten) am 29.03.2021. Damals bin ich von Kirn aus gestartet. Nachdem ich durch Karlshof, Hennweiler, Bruschied, Schneppenbach, Woppenroth, Dickenschied, Kirchberg gefahren bin, kam ich nach Bärenbach (RLP), wo etwas nord-östlich der Mittelpunkt von RLP installiert ist.

Es ist schön am Mittelpunkt. Es gibt eine Schutz- und eine Grillhütte. Ich vermute, das man die Benutzung der Grillhütte irgendwo anmelden muss. Direkt am Mittelpunkt von RLP steht ein Stein mit einer festgeschraubten Tafel mit den Umrissen des Landes RLP, auf der steht, das man sich am Mittelpunkt von RLP steht. Bänke gibt es auch.

Eigentlich begann genau hier am 14.02.2018 mein Mittelpunktfimmel. Nach etwas Googelei erfuhr ich nämlich, das fast jedes Bundesland (außer Bremen und Hamburg) einen Mittelpunkt markiert hat. Manche sogar zwei! Dann kamen noch die höchsten Berge und andere Mittelpunkte, zum Beispiel von Europa usw. dazu.

Radtour Aufzeichnung mit Komoot 2021

Saar-Hunsrück-Steig Aufzeichnung mit Garmin 2018

Bei meiner Tour mit dem Black Beauty musste ich wegen fehlender Erfahrungswerte sehr auf meinen Stromverbrauch achten. So fuhr ich die ganze Strecke hinwärts fast alles auf Stufe eins, was sehr geringe Motorunterstützung bedeutet. Dadurch hatte ich bei der Ankunft am Mittelpunkt noch sagenhafte 80% Akku. Rückwärtzu fuhr ich mit mehr Akkupower. Trotzdem hatte ich bei der Ankunft in Kirn noch 40% Strom im Tank. Und das nach 74 Kilometern und 1000 Höhenmetern!


Es war eine schöne Radtour bei wunderbarem Wetter. 19 Grad bei Sonne pur, was will man mehr? 

Der Mittelpunkt ist in Bärenbach ausgeschildert


Hopfen, Bier und Rheinland-Pfalz ... Gott erhalt's!

Bis bald im Wald...
... euer oller Waldkauz Rübezahl