Montag, 26. September 2016

Vitaltour "Bärenroute" bei Bärenbach

Gegangen am 26.09.2016


Die Bärenroute bei Bärenbach, welches zwischen Idar-Oberstein und Kirn zu finden ist, ist 13 Kilometer lang. 13 schöne Kilometer mit zwei bedeutenden Anstiegen, von denen einer 3 Kilometer lang ist und über 200 Meter Höhenunterschied zu bieten hat. Das ist schon was. Da kann man schon mal aus der Puste kommen. Ehrlich!
Das erste Highlight direkt nach dem Dietersfelsen (dort soll ein Ritter namens Dieter mit 'nem Pferd runter gesprungen sein!)...
...ist die Burg Naumburg. Im ersten Bild direkt unter der Überschrift kann man sehen, was davon übrig ist. Sie wurde so etwa um 1146 gebaut und irgendwann wieder kaputt gemacht. Das sieht man ihr an. Ist aber ein schönes Picknickplätzchen. Leider trifft man viel zu früh auf diesen Platz. Man kann aber auch andersrum gehen. Da kommt die Naumburg logischer Weise am Schluss. Beide Richtungen sind excellent ausgeschildert. Halt, mir fällt grad ein: Erst kommt die Burg, dann der Dieter. Sorry.
Hat man den oben erwähnten langen, langen Anstieg geschafft, wird man am "Donnersbergblick" mit fantastische Fernsichten belohnt. Nur den Donnersberg selbst hab ich nicht gesehen. Die Sicht war zu diesig.
Alle Wege bestehen aus Natur. In dem Abschnitt neben der B41 ist es etwas laut. Sonst ist es ein ruhiger Weg. Von der Ortsdurchquerung Bärenbachs abgesehen, gehts nur über Erde und Gras. Wunderbar. Eine Einkehrmöglichkeit habe ich in Bärenbach direkt am Weg nicht gesehen. Vielleicht gibts eine. Irgendwo. Ich weis es leider nicht.
Für die, die schwierige Abschnitte lieben, wurden ein paar Pfade mit eingebaut, wo man auf seine Knochen und Gelenke aufpassen muss. Sonst gibts Auwa.
Meistens geht es aber angenehm durch Schatten spendenden Wald und über sonniges Feld. 
Nach der Ortspassage Bärenbachs kann man an der Schinderhanneshütte rasten und das mitgeschleppte Bier trinken, wenn man denn will. Nicht mehr lange, und man kann vom Hachenfels (es gibt einen großen und einen kleinen) hinunter ins Nahetal blicken. Wahlweise Richtung Kirn oder Fischbach. Ab hier gehts bergab zum Wanderparkplatz am Ortseingang von Bärenbach. 13 Kilometer sind geschafft. Bravo!

Mit einem Blick vom Hachenfels verabschiedet sich:
Euer Rübezahl. Bis bald im Wald!


Sonntag, 25. September 2016

Der Weinwanderweg Rhein-Nahe: 4. und 6. Etappe

Zwei Katzensprünge und ein Umweg.

4. und 6.Etappe auf dem Weinwanderweg: Zwei Katzensprünge und ein Umweg.


Bad Münster am Stein nach Bad Kreuznach am 20.09.

Eigentlich wollte ich das Stück von Münster nach Kreuznach einfach weg lassen, weil ich hier schon so oft gegangen und geradelt bin. Der Vollständigkeit willen, bin ich es dann doch gegangen. Dem Wetter war heute nicht zu trauen aber auf diesem Stück Weg bewegt man sich mitten in der Zivilisation, so das man immer und überall abrechen kann, falls es anfangen sollte zu schütten. Hat es aber nicht.
Zweitens wollte ich die genaue Wegführung und die Länge wissen. Ich bin da pingelig. Wegen des Projekts. 
Diese Etappe selbst ist sehr leicht. Zum Spazieren gehen ideal. Mitten durch den Gesundheitspark Salinetal. 

Hier sieht man jede Menge Kurgäste laufen. Und radeln. Viele laufen jetzt, da sie nun krank sind und eine Kur benötigen. Das liegt mitunter daran, das sie im früheren Leben zu viel Auto gefahren und nicht gelaufen sind. Egal. Jedem seine Sache. Ich bin früher auch kaum gelaufen. Von der Couch zum Kühlschrank vielleicht, um Bier zu holen. Bier hole ich mir immer noch, aber jetzt im Biergarten auf der Wanderung. Als Belohnung (siehe Bild oben)!
Der markierte Weg führt den Wanderer nach dem Kreuznacher Brauwerk mit Biergarten am rechten Ufer entlang. Ist aber im Moment Mist, weil eine Fußgängerbrücke über die Nahe gesperrt ist. Also bitte in der nächsten Zeit nach dem Brauwerk direkt über die Straßenbrücke auf die linke Naheseite wechseln. An der gesperrten Brücke geht der Weg dann links hinauf zum "Teehäuschen", dem höchsten Punkt der Tour. Hier kann man Bad Kreuznach von oben bewundern. Dann gehts nur noch bergab bis Zentrum Bad Kreuznach. Hier kann man sich die Wampe wieder mit Eis, Haxen und Bier voll schlagen.
Ein leichter, 10 Kilometer (vom Bahnhof Bad Münster zum Bahnhof Bad Kreuznach mit Stadtbummel) langer Weg mit nur einem Anstieg zum Teehäuschen hinauf. Drei Stunden habe ich gebraucht. Im Prinzip nur ein Katzensprung.

Von Laubenheim nach Bingen am 21.09.


18,5 km inklusive 4 Kilometer freiwilligem Umweg
Gehzeit: 4 Std 20 min
Startpunkt: Bahnhof Laubenheim
Endpunkt. Hauptbahnhof Bingen
höchster Punkt: Dorfplatz Weiler bei Bingen
tiefster Punkt: Nahemündung in Bingen

Es war für Ende September nochmal supergeiles Wetter gemeldet. Das musste ich ausnutzen und machte mich auf den allerletzten Abschnitts des "Weinwanderweg Rhein-Nahe". Am Bahnhof in Laubenheim gings um elf Uhr los. 

Erst mal gings wieder hoch in die Weinberge. Der Wetterbericht hielt, was er versprach. Bald hatte man einen schönen Blick zurück nach Laubenheim und nach vorn auf Büdesheim oder Sponsheim. Weis nicht genau.

Rubbeldiekatz ist man in Müster-Sarnsheim. Hier muss man kurz aufpassen, der Weg biegt an einem Feuerwehrhaus nach links ab. Aber er ist von der Straße aus gar nicht zu sehen, obwohl ein Wegweiser direkt auf das Gebäude zeigt. Man muss nämlich rechts am Feuerwehrgebäude drum rum gehen. Hier findet man einen schmalen Pfad. Der geht bergauf. Später wird der Weg breiter, geht aber immer noch bergauf.

Es gilt den längsten Anstieg des Tages zu bewältigen. Es geht mehr oder weniger steil 150 Meter bergauf. Im Prinzip gehts bis nach Weiler bei Bingen bergauf. Mal durch Wald, mal durch die Weinberge, mal an einer Bauschutthalde vorbei. Von der merkt man aber nicht viel. Es fährt machmal ein Kipper mit Bauschutt beladen rum, der Wanderweg biegt aber rechtzeitig nach rechts ab. 
Nach schon ca. 2 Stunden stand ich schon in Weiler auf dem Dorfplatz. Von hier sind es nur noch etwa 4 Kilometer bis Bingen. Das war ja nur ein Katzensprung bis hier her. Schon wieder. Nun hatte ich keine Lust, schon 14 Uhr in Bingen zu sein und Bier zu trinken. Dazu war die Gegend und das Wetter viel zu schön. Also bin ich zurück bis zu einer Stelle, an der ein Wegweiser einen Rundweg mit Ziel ebenfalls in Weiler, mit nur 4 Kilometer zusätzlich, auswies.
Ich genoss diesen Umweg. Nach zwei Kilometern durch Wald und Wein präsentierte sich ein Ausblick auf Bingen und die Nahemündung vom Feinsten. Und Wein habe ich auch schon wieder genascht. Direkt von der Rebe. Mhhhh!
Nach nur vier Kilometern trifft der Rundweg wieder auf den Weinwanderweg. Von hier aus gehts nur noch bergab bis zur Nahemündung in Bingen, wo sich jede Menge Touristenvolk den Mäuseturm und den Rhein anguckt. Und drauf rumfahren auf dem Rhein mit Schiffen tun die auch. Ich nicht. Ich wollte den Zug um 15:55 Uhr nach Hause nehmen. Das tat ich dann auch. Der "Weinwanderweg Rhein-Nahe" war bewältigt.

Ein Weg, der viel auf breiten Teer- und Schotterwegen verläuft. Einige knuffige Anstiege sind auch eingebaut. Auf den Rothenfels bei Bad Münster zu gehen, ist schon ein wenig anspruchsvoll. Insgesamt gesehen, würde ich sagen, gehts aber. Bei mir war es halt sehr heiß. Teilweise über 30°. Das macht die Berge gefühlt steiler. Insgesamt aber ein schöner Weg ohne schwierige Pfade mit vielen Einkehrmöglichkeiten und Weitsichten. Und der Weg ist sehr gut angebunden an die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Ausschilderung könnte mal wieder erneuert oder überprüft werden. Teilweise jedenfalls.


Der Weinwanderweg Rhein-Nahe war für mich insgesamt mit allem Verlaufen und Umwegen 116 Kilometer lang und ich war 27 Std 10 min unterwegs. Danke fürs virtuelle mitwandern. 
Das wars vom Weinwanderweg "Rhein-Nahe".
Bis bald im Wald,
teufliche Grüße von euerm Rübezahl (unten im Bild zeigt der Schatten mein wahres Ich! Huuaaaahhhh.....




Sonntag, 18. September 2016

Der Weinwanderweg Rhein-Nahe: 5.Etappe

Von Bad Kreuznach nach Laubenheim

Gegangen am 14.09.2016
Zuerst mal die schlechte Nachricht: Da mir beim Hochladen der GPS-Dateien auf den PC ein Fehler unterlaufen ist, gibt es diesmal kein schönes Satellitenbild mit Höhenprofil und all dem Schnickschnack. Nur mein "Sicherungsfoto", welches ich am Schluss jeder Wanderung von meinem GPS-Gerätebildschirm mache, ist mir geblieben. Zum Glück! So konnte ich meine gelaufene Kilometer und die Gehzeit retten.
Und das Satelittenbild ersetze ich heute mal durch einen mit einem fetten Edding nachgemaltem Weinwanderweg auf einer alten Wanderkarte. Fehlt aber am unterem Rand ein Stück. Na egal. Muss mal so gehen.

Los ging es diesmal in Bad Kreuznach am Bahnhof. Zuerst bin ich bissel durch Bad Kreuznachs Geschäfte gebummelt und habe mich mit Getränken eingedeckt. Es sollte wieder heiß werden. Den Einstieg und die ersten Wegweiser des Weinwanderwegs habe ich auch erst nach einigen Fehlversuchen und dem Studium meiner Wanderkarte gefunden. Wie Goethe schon sagte: Wer sucht, der findet! Oder war's Jesus? Egal.
Endlich raus aus Bad Kreuznach, empfingen mich die Weinberge wieder. Sie versprachen keinen Schatten auf dem Weg. Also wieder eine Hitzetour. Wandern ist nicht immer einfach. Das ist eine Tatsache! Ab und zu muss man die Arschbacken zusammen kneifen.

Man geht erst Richtung Hargesheim, an der Schutzehütte rechts ab, links vorbei an Winzenheim, über die "Narrenkappe" genannte Höhe weiter auf Bretzenheim zu. Dabei kann man sich immer wieder an süßen, teilweise auch sauren Weintrauben laben, die überall rumhängen. Vorsichtshalber sollte man Toilettenpapier dabei haben. Man weis ja nie, wie der Magen reagiert!

Vor Bretzenheim macht der Weg nochmal eine 180° Wendung nach Westen. Man hält sich neben der üblichen Ausschilderung mit der Traube an die Hinweise "Felseneremitage" Die ist ein wirklicher Hingucker gleich hinter der Wohnungslosenhilfe Bad Kreuznach auf halben Wege zwischen Bretzenheim und Guldental.
An Infotafel wird man über die interessantesten Fakts aufgeklärt. Zum Beispiel, das das genaue Alter dieser Felsenwohnungen nicht geklärt ist. Die Schätzungen gehen bis in vorchristliche Zeiten. Einen Weinwanderweg gabs damals noch nicht. Nach einer Rast kommt man bald nach Guldental. Hier kann man mit etwas Glück den berühmten Koch Johann Lafer, bekannt aus Funk und Fernsehen, über den Weg laufen. Der hat hier sein eigenes Fernsehstudio. Ich hatte das Glück leider nicht. Hunger hatte ich eigentlich auch nicht.
Hinter Guldental folgt ein recht langer, aber nicht sehr steiler Anstieg, den auch Ungeübte gut bewältigen können. Oben läuft man durch den Langenlonsheimer Wald. Endlich mal etwas Schatten. Das war gut so, denn meine Getränke gingen zur Neige.
Schatten bietet der Weg sonst wenig. Dafür haben sich die Auf- und Abstiege in Grenzen gehalten. Das Profil würde ich für die heutige Etappe sogar als einfach einstufen. Leider kann ich aus oben schon erwähnten Gründen heute kein Höhenprofil bieten. Sorry. Der "Saukopf" ist die letzte Erhebung. Von hier gehts gemächlich und schlecht ausgeschildert bergab bis nach Laubenheim. Ich empfehle eine Wanderkarte mit zu nehmen.
In Laubenheim am Bahnhof, war ich überrascht, das es doch wieder 25 Kilometer geworden sind. Auf Grund des leichten Profils, kam ich heute gut voran. Von hier fahren stündlich Züge nach Bad Kreuznach oder Bingen.
Auch der heutige Abschnitt des "Weinwanderweges Rhein-Nahe" hatte jede Menge herrliche Aussichten zu bieten. Wie der gesamte bisherige Weg auch. Und ich sage euch: Bei so viel Wein bekommt man Durst auf Bier...


Ich sage wie immer:
Bis bald im Wald, euer Rübezahl... 


Dienstag, 13. September 2016

Der Weinwanderweg Rhein-Nahe: 3.Etappe

Von Staudernheim nach Bad Münster am Stein

Gegangen am 13.09.2016

Auf dem Heimbergturm
Letztens habe ich geschrieben: Der "Weinwanderweg Rhein-Nahe" gehört nicht zu den Schwersten...Pustekuchen! Hab mich geirrt! Die Etappe heute von Staudernheim nach Bad Münster am Stein hat mich voll geschlaucht. Jaaaa, es waren über 30°C. Jaaaa, die Anstiege waren weit heftiger, als ich vermutete. Ich der ewige Optimist, der jeden Berg flach redet!
Ne jaaa Leute, die von mir geschätzten zu gehenden Kilometer und die, die es dann tatsächlich wurden, waren zu meinen Ungunsten auch nicht annähernd identisch. Und die zu bewältigenden Höhenmeter überraschten mich auch. Erst gings ja gemütlich und eben bis nach Boos. Man siehts am Höhenprofil. Aber dann! Auf 2,5 Kilometer Weg 170 Meter nach oben. Bis zum Heimbergturm der dann nochmal 144 Stufen hat, die einen nochmal 30 Meter nach oben bringen. Ist machbar und gar nicht so schlimm. Leider waren es aber über 30°C.
Der Heimbergturm
Der Heimbergturm bietet geile Aussichten in alle Himmelsrichtungen. Das entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs. In der Ferne grüßte schon der Rothenfels, den ich heute auch noch erklimmen wollte.
Blick Richtung Rothenfels
Zu allem Unglück ergab es sich, das ich mich zweimal verlief, weil irgend welche Witzbolde die Wegweiser verdrehten. Durch diesen Zeitverlust verfehlte ich mein Ziel Bad Kreuznach deutlich und habe in Bad Münster am Stein Schluß gemacht. Aber vorher galt es noch, den Rothenfels zu bezwingen. 
Der Rothenfels noch näher
Im Bild oben ist er schon ganz gut zu erkennen. Ich war schon oft oben, aber diesmal graute mir es vor dem Aufstieg, weil ich jetzt schon kaputt war. Einfach zu heiß heute. Nur Rübezahl wäre nicht Rübezahl, wenn er das, was er sich vorgenommen hat, nicht schaffen würde. Also hoch mit dem faulen Arsch. Zuerst gings in den Biergarten "Zur Bastei". Dort atmete ich einen halben Liter Radler ein. EX! Fast...
Prost. Im Biergarten "Zur Bastei"
Dann noch rüber zur Bastei, deren Aussicht man nie verpassenn sollte, wenn man sich schon mal hier hoch gequält hat.
Blick von der Bastei
Zum Schluß waren es dann sogar 27 Kilometer. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Aber mein GPS-Gerät lügt nicht. Hier die heftige Statistik zum heutigen Gewaltmarsch.

Da ist nur Wasser drin! Leider kein Bier oder Wein...
Nach einem stressigem Tag sagt entspannt:
Bis bald im Wald...euer Rübezahl!

Montag, 12. September 2016

Der Weinwanderweg Rhein-Nahe: 2.Etappe mit mystischem Flair

Von Bad Soberneheim über den Disibodenberg nach Staudernheim

Gegangen am 12.09.2016

Nach ein paar Stündchen Schlaf (ich hatte Nachtschicht), dachte ich mir: Geiles Wetter, gehste ein paar Kilometer. Ab in den Zug und auf nach Bad Sobernheim, dort wo ich letzten Mittwoch meine Etappe (siehe letzten Post vom 11.09.) auf dem Weinwanderweg beendet hatte.
Teerwege überall, außer auf dem Disibodenberg
Kilometermäßig hatte ich mir nicht viel vorgenommen. Dafür hatte ich mehr Zeit für die Klosterruine auf dem Disibodenberg eingeplant. Los gings also in Bad Sobernheim. Der etwas versteckten Ausschilderung folgend kommt man erst an der Minigolfanlage vorbei, auf den Barfußpfad trifft man später auch und zwischen Bahnlinie und Nahe spazierend ist man recht schnell in Staudernheim. Hier überquert man die Nahe und kommt ins Zentrum Staudernheims. Dort lockte mich ein Biergarten mit bunten Sonnenschirmen. War aber ne Verarsche. Der Laden war zu.
Staudernheim
Es gab also keinen Grund, hier länger zu verweilen. Ich hatte genug Getränke im Rucksack. Vom Zentrum Staudernheims bis zum Museum und dem Eingang zum Disibodenberg sinds dann noch 1,5 Kilometer. Ist aber alles flach. Keine Angst. Nur hoch aufn Berg muss man etwas kraxeln. Aber es lohnt sich! Die Klosterruine ist spektakulär.
Der Disbodenberg ist ein Landschaftspark mit den Ruinen einer großen Klosteranlage (3 Hektar). Besonder schön finde ich es hier im Herbst, wenn es dämmert und die kahlen Bäume und das gefallene Laub den zahlreichen Ruinen einen schaurig-mystisches Flair verleiht.
Wimmelbild! Wer sieht mich?
Die Ruinen des Klosters auf 3 Hektar Park verteilt
In diesen Kloster verbrachte die 2012 vom Papa Benedikt XVI heilig gesprochene Hildegard von Bingen ungefähr 40 Jahre ihres Lebens, bevor sie nach Bingen ging, der Stadt ihren Namen gab (oder umgekehrt?) und starb. Das war im Jahr 1179. Sie hinterließ nicht nur Ruinen! Auch fromme Bücher und solche Dinge.
Nach einer Stunde und von Eindrücken voll verließ ich diesen heiligen Ort. Nach einen kurzen Abstieg auf einem Weg, der, wenn man ihn kennt, nach oben zu den Ruinen führt, ohne das man am Kassenhäuschen vorbei kommt und man man völlig legal 5€ Eintritt spart, weil es ein öffentlicher Weg ist, ging es weiter auf dem Wanderweg Richtung Boos. Der zweigt dann nach der Überquerung einer Eisenbahnbrücke, welche nur noch von Draisinen genutzt wird und von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden darf, nach links ab. Mich zog es nach rechts auf den Weg zurück nach Staudernheim. Morgen gehts weiter Richtung Boos, Bad Kreuznach.
Die Draisinenbrücke
Von hier bis zum Bahnhof Staudernheim sind es noch ein schlapper Kilometer. Dort wartet der Draisinenwirt mit kaltem Bier auf den durstigen Wanderer. Auf Draisinenfahrer wartet er auch. Das war mir aber Wurscht. Es ist recht gemütlich beim Draisinenwirt. Ehrlich. Aber nur bei schönem Wetter. Und bis zum Bahnhof sinds auch nur noch zwei Minuten.
Beim Draisinenwirt
So habe ich heute recht entspannt dem "Weinwanderweg Rhein-Nahe" 7 Kilometer abgeknapst, bin selbst jedoch 11 Kilometer gelaufen. Auf dem Berg oben war ich allein eine Stunde unterwegs, um alles anzugucken.

Blick vom Disibodenberg auf Odernheim
Das wars für heute.
Bis bald im Wald sagt ... euer Rübezahl!