Dienstag, 4. April 2017

Lecker Arsen an der Traumschleife "Rund um den Zauberwald" Oberhambach

Von Birkenfeld über Gollenberg nach Oberhambach, dann die Traumschleife "Rund um den Zauberwald" (10,5 km Oberhambach - Schwollen - Hattgenstein - Oberhambach), dann über Rinzenberg zurück nach Birkenfeld (gesamt 24 km)

Mein Sack und meine Wurst!
Wenn die Sonne schon am frühen Morgen durchs Fenster guggt, hält mich nix mehr. Die Wanderschuhe wollen los, obwohl ich noch gar nicht drin stecke. Die Traumschleife "Rund um den Zauberwald" mit Start und Ziel im Oberhambachtal sollte es heute sein. Dafür bin ich mit dem Bus erst mal nach Birkenfeld, welches sich jetzt Nationalparkkreisstadt nennt. Was für ein Titel. Da möchte man sich fast am Ortseingangsschild verneigen. Tat ich aber nicht. Ich ging erst mal zu "Penny" und kaufte Wurst und Laugenbrezel für unterwegs. Trinken hatte ich schon zu dabei.
Ferienpark Hambachtal
Dann machte ich mich auf den Weg nach Gollenberg und von da nach Oberhambach, wo ganz in der Nähe des "Ferienparks Hambachtal" (http://www.hambachtal.de/) die Traumschleife "Rund um den Zauberwald" beginnt und endet.
Zuerst kam ich an einen "Sauerbrunnen" vorbei, dessen Wasser sehr, sehr seltsam schmeckte. Trotzdem kommen die Leute von überall her, um sich dieses Wasser zu holen oder direkt vor Ort zu trinken. Und dabei ist da sogar Arsen drin! PROST! Ich habs probiert und es schmeckte nicht wirklich. Bier schmeckt besser! Naja, wenn schön macht...
Mmmmmmh! Lecker Arsen! Und Mangan auch!

Der Sauerbrunnen mit gesunden Arsenwasser
Nach einem kurzen Abstecher zur Petersquelle, welche abgesperrt und ohne Wasser war, gings dann endlich in den Zauberwald. Den hat man überall am Weg mit lehrreichen Infotafeln, lustigen Holzfiguren und Spielplätzen für Kinder gespickt. Dieser Weg eignet sich gut, um mit Kindern zu wandern. Bin ja selbst noch eins. Aber mit Bart.
Märchenfiguren säumen den Weg

Mit diesem Gerät kann man Tierspuren in Sand stempeln
Bald kommt man zum Höhepunkt des Tages: Dem Aussichtsturm bei Hattgenstein. Nachdem man 110 Stufen hinauf geschafft hat, wird man mit wunderbaren Aussichten in alle möglichen Himmelsrichtungen belohnt. Wirklich sehr beeindruckend. Man muss halt zuerst die Stufen, welche aus Gitterrosten bestehen, überwinden. Schwindelfreiheit hilft. Anschließend kann man sich am Fuße des Turmes in der "Rothenburghütte" um das leibliche Wohl kümmern, aber erst ab 15 Uhr. Weiß nicht, ob das im Sommer auch noch so ist. Muss man sich mal kundig machen. Leider war bei mir noch geschlossen. So konnte ich kein "Schbeesbrore vom Wutzekamm" probieren. Aber ich hatte Essen dabei. Chorizo!
Blick vom Turm. Da wo ich den Pfeil hingemacht habe, sind die Hochhäuser von Göttschied
Der Turm

Die Rothenberghütte
Vom Turm gehts dann über schöne, teilweise holprige Pfade durch den Wald. Es gibt reichlich Rastplätze, welche ich nutze, um die Sonne und meine im Penny gekaufte Wurst zu geniessen.
Dinner for one
Nachdem man die Schwollener Sprudelwasserabfüllfabriken passiert hat, führt der Weg größtenteils über freies Feld nach Oberhambach zurück. Das ist schön zum Frühlingssonne genießen.
Ferne und Sonne. Eine gute Kombination!
Nach gründlichen Kartenstudium entschloss ich mich, über Rinzenberg zurück nach Birkenfeld zu laufen, was mir im Tagesendergebnis 24 km bescherte. Hier fährt stündlich ein Bus nach Idar-Oberstein. Man kann auch mit dem Bus nach Neubrücke fahren und von dort mit der Bahn in alle Himmelsrichtungen verschwinden.
Die Traumschleife und Birkenfeld vom Satelliten aus. Mich sieht man nicht!

Holprige Pfade gibts auch
So, das wars für heute.
Bis bald im Wald, euer oller Waldkauz Rübezahl... ;-)

Montag, 3. April 2017

Traumschleife "Köhlerpfad am Steinbach" (13,3 km) bei Langweiler


Vor sechs Jahren bin ich diesen Weg schon mal gegangen. Sechs Jahre, lange Zeit und doch so kurz. Das Traumschleifenprogramm gibt es jetzt schon ziemlich lang. Wie lange genau weis ich nicht. Sie waren plötzlich da.
Die Traumschleife "Köhlerpfad am Steinbach" ist konditionell nicht sehr fordernd und landschaftlich sehr schön. Leider sieht ,an den Stausee eher selten, obwohl noch nicht mal viel Laub an den Bäumen ist. Der dunkel eingefärbte Teil des Höhenprofils unten im Bild zeigt die Traumschleife. Die zwei Erhebungen davor und dahinter im Höhenprofil sind von mir freiwillig gegangene Zusatzberge.
Das rot markierte ist der "Köhlerpfad am Steinbach"
Bin zur Zeit schwer am trainieren für eine Fernwanderung im Mai in Portugal. Da muss man sich an einen mindestens 12 Kilo schweren Rucksack gewöhnen. Ich packe dann immer Wasserflaschen als Zusatzgewicht mit ein. Heute 6 Liter. Und noch zwei Liter Getränk zum wirklich trinken. Bekloppt muss Mann sein.
Rübezahl mit Zusatzgewicht (und leichtem Übergewicht auch)
Normal reichen im Rucksack für so eine Wanderung 2 Liter Getränk, etwas zum Mampfen und ein T-Shirt zum Wechseln. Und ne Wanderkarte ist auch immer gut. Obwohl man auf den Traumschleifen (fast) nie eine Karte braucht. Außer es waren wieder mal Souvenierdiebe unterwegs, welche die Wegweiser mitnehmen. Idioten! Vollidioten! Der Blitz so sie treffen! BEIM SCHEISSEN!
Viele laden sich heutzutage die GPS-Tracks aufs Handy. Ich bin da altmodisch. Ich brauche Papier (nicht paar Bier...PAPIER!) in den Händen. 
Die Karten für die Traumschleifen kann man sich im Internet easy runterladen und ausdrucken (http://www.saar-hunsrueck-steig.de/). oder man holt sich die Broschüre, die ich im Blog vom 17.März vorgestellt habe. 
https://stephandietsch.blogspot.de/2017/03/835-kilometer-drei-tagen-auf-drei.html
Wie viele Rehe seht ihr?
Auf dem Umweg über die Wildenburg ist mir das obige Bild gelungen. Sowas gelingt im Prinzip nur, wenn man allein unterwegs ist (wie ich immer). In einer großen Wandergruppe, wo alle am schnattern oder bei 2,5 ‰ sogar am singen sind, klappen solche Schnappschüsse nicht. Singen mögen Rehe nämlich nicht. Schnattern auch nicht. Bier sowieso nicht, ich schon.
Blick vom Hohenfels
Auch auf dem Zuweg zur Schleife konnte ich schon mal einen Blick vom "Hohenfels" auf Sens- und Langweiler werfen. Übrigens hat Langweiler nix mit Langeweile zu tun). In Langweiler, gleich neben dem Klosterhotel "Marienhöh", gibt es die "Köhlerstube". Ein gemütlicher Imbiss der leider erst im Mai öffnet. Da gibts selbstgebackenen Kuchen. Und Kaffee. Bier auch.
Zwischen Katzenloch und Langweiler
Man darf sich durch die Tatsache, das der Weg um die Steinbachtalsperre führt, nicht denken lassen, eventuell baden gehen zu können. Die Steinbachtalsperre ist ´ne Trinkwassertalsperre. Baden verboten!
Blick von Langweiler zur Steinbachtalsperre
Wieder in Katzenloch (liebe Ortsfremde: der Ort "Katzenloch" heißt wirklich so :-D ) angekommen, beschloss ich über die Wildenburg (630m üNN) zur Weiherschleife in Tiefenstein zu wandern. Ich hatte noch Zeit und Kraft genug. Trotz Zusatzgeweicht. Am nächsten Tag merkte ich das aber mächtig in den Beinen. Gutes Training!
Die Wildenburg auf 630 Metern Höhe




Bis bald im Wald, euer oller Waldkauz Rübezahl ;-)


Freitag, 17. März 2017

83,5 Kilometer an drei Tagen auf drei Traumschleifen und warum Rübezahl weinte


Rübezahl genießt die Sonne, während sein Getränk in der Wiese versickert

Am Dienstag (14.03.) hatte ich mir die Traumschleife "Zwischen den Wäldern" vorgeknöpft. 
Infos zur Traumschleife gibt es auch hier:
http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/zwischen-den-waeldern
Diese ist eigentlich nur 11 Kilometer lang. Ich ging aber von Tiefenstein (Endhaltestelle Linie 301) los. Über Kirschweiler ging es durch den Wald rechts an der Kirschweiler Festung vorbei Richtung Wirschweiler, um das diese Traumschleife herum führt. Dann ging es zurück über den "Silberich" (623 Meter hoch), an Kirschweiler vorbei, durch Hettenrodt hindurch, über den Steinkaulenberg (Edelsteinmine!) runter zur Weiherschleife. Das ergaben 28 schöne Kilometer für die ich 7 Stunden brauchte. 
Die Traumschleife "Zwischen den Wäldern" ist im Satellitenbild ganz links die Runde um Wirschweiler

"Eva-Loch-Schlucht" bei Allenbach

Am Mittwoch (15.03) zog es mich nach Birkenfeld und von da Richtung Buhlenberg um die Traumschleife "Trauntal-Höhenweg" (12,5 Kilometer) zu erkunden. 
Web-Link:
http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/trauntalhoehenweg
Erst dachte ich, das ich eine Regendusche bekomme, weil der Himmel voll düster war, aber das Wetter wurde im Laufe des Tages noch sehr schön. 
Der Weg war auch sehr schön und mit Hin- und Rückweg von Birkenfeld aus 24 Kilometer lang. Es gibt auch Busse. die nach Buhlenberg oder Abentheuer fahren! Aber ich wollte nicht...
Regen droht?

Der "Trauntal-Höhenweg" ist links oben die Schleife über Abentheuer und Buhlenberg


Die "Traun" im Trauntal (wo sonst????)

Am Donnerstag nahm ich mir die Traumschleife "STUMM-Eisenhüttenweg" vor. 
Seht auch hier nach:
http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/stumm-eisenhuetten-weg
Die wird in der Broschüre "Traumschleifen, 111 Premiumwege in der Region um den Saar-Hunsrück-Steig" (erhältlich kostenlos in der Tourist-Information) mit 15,5 Kilometern Länge angegeben.
Mein Plan war von Herrstein aus rüber nach Mörschied zu spazieren und von dort Richtung Weiden zu gehen, wo ich zwangsläufig auf die Traumschleife stoßen müsste. Zuerst sah ich an der Stelle, wo ich aus den Wald kam, nur den "Schinderhannesfelsen" vor mir. Irgendwo da oben drüber musste der Weg sein. Da ich keinen Pfad dort hinauf fand, brach ich wie ein wilder Eber links neben dem Fels durchs Unterholz, steil den Berg hinauf, wo ich tatsächlich auf den Wanderweg stieß. Oben angekommen, war ich voll aus der Puste und bedeckt mit Zweigen, Buchenlaub und Tannennadeln. Freund des Wanderns, wie ich später feststellte, gibt es rechts vom Felsen einen unausgeschilderten und bequemen Weg, der schnurstraks hinauf führt, ohne auf allen Vieren durchs Gebüsch zu kriechen. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes "dumm gelaufen". Rübezahl wie er leibt und lebt. 
Der "Schinderhannesfelsen"
Der "STUMM-Eisenhüttenweg" wird als mittelschwer eingestuft und das hat auch seine Berechtigung. Was meiner Meinung nach den Weg besonders auszeichnet: Viel Sonne, wenig Schatten. Also im Hochsommer bei 30°C im Schatten NICHT zu empfehlen. Im Frühjahr ist der Weg für sonnenhungrige Menschen ideal.
Schon bald verlief ich mich nochmal, weil ich zu blöd war einen Wegweiser richtig zu lesen und irgendwann, so nach 2 Kilometern, an eine Stelle kam, an der ich heute schon mal war. Mist! Aber ich hatte ja Zeit. Wieder auf dem richtigen Weg kommt man an dem Örtchen Weiden vorbei. Hier verweist ein Schild auf eine "Grube Aurora" als Sehenswürdigkeit 400 Meter abseits vom Weg. Leute! NICHT hingehen. Dort steht nur ein kleiner Gedenkstein. Sonst nix!
Auf sonnigen Feldwegen streift man Hottenbach und geht zwischen Hellertshausen und Asbach mitten durch. Es gibt ein paar schöne Rastplätze, die ich durchaus nutze. Selbst für mich ist es interessant (und für Stadtkinder erst recht), auf einer Bank in der Sonne sitzend, den Bauern auf ihren imposanten Traktoren bei der Arbeit zu zuschauen. Wie die die Erde umpflügen, als wäre es ein Kinderspiel, ist faszinierend. Wer schon mal mit 'nem Spaten umgegraben hat, weis das zu würdigen.
Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt...das war einmal

Schauren und deren Einwohner ihr Essen
Da es relativ selten durch Wald, aber viel über Feldwege geht, hat man oft ungetrübte Fernblicke. Da ich gut in der Zeit lag, ging ich es gemütlich an. Meine Füße meldeten sich zwar ab und zu mal, weil sie an den vergangenen zwei Tagen schon 52 Kilometer in den Knochen hatten, doch Blasen hatte ich keine und deshalb gab es auch keinen Grund zum Jammern. Brennende Füße muss man manchmal in Kauf nehmen. Kein Grund, nicht zu Wandern. Dann dürfte ich auch nicht arbeiten gehen. Da brennen meine Füße oft noch mehr.
Rübezahl blickt gerne in die Ferne 
Weiter gehts an Schauren links vorbei und von hier aus lange Zeit ohne nennenswerte Steigungen am Fischbach entlang. Bald führt die Traumschleife mitten durch den Campingplatz "Harfenmühle" hindurch. Hier erblickte ich schon aus der Ferne das Schild "BIERGARTEN". Hechelnd wie ein Hund schleppte ich mich mit letzter Kraft zum Eingang .......... geschlossen! Kein Bier. Ich weinte sehr...
Hier weinte Rübezahl bitterlich
Mit meinen mitgebrachten alkoholfreien Getränken löschte ich meinen Durst. Ein schönes kaltes Radler wäre mir schon lieber gewesen, als lauwarmes Wasser ohne Kohlensaure. Und ne Bratwurscht mit Semmel. Und dann noch'n Radler. Oder zwei? Egal! Weiter laufen ohne Saufen ist die Devise. Ein paar hundert Meter hinterm Campingplatz kann man einen Abstecher zur "Asbacher Hütte" machen, wenn man zusätzlich 400 Meter hin und 400 Meter zurück akzeptiert, aber ich hatte keine Lust dazu, noch sauer über den geschlossenen Biergarten. Es waren doch Camper da, warum gibts dann kein Bier??? Thema aus jetzt!
Hinter der "Asbacher Hütte" kommen auch die Steigungen wieder (und die ohne Bier im Bauch!). 

Eine 3/4 Stunde später hatte ich den "Schinderhannesfelsen" wieder erreicht und ging diesmal den vor ca. 5 Stunden von mir nicht entdeckten bequemen Weg runter an den Fuß des Felsens, über die Straße und über Feld- und Waldwege zurück nach Mörschied.
Zwischen "Asbacher Hütte" und  "Schinderhannesfels"
Der Rest des Tages ist schnell erzählt. In Mörschied würde der nächste Bus nach Idar-Oberstein erst in  1 1/2 Stunden fahren also lief ich nach Herborn. Dort trifft man auf den Saar-Hunsrück-Steig, dem ich auch folgte. Zunächst bis Veitsrodt, wo immer noch genügend Zeit bis zum nächsten Bus blieb. Also lief ich weiter, an Vollmersbach vorbei. Der Bus hatte mich dank meines schlechten Timings inzwischen überholt. Somit blieb mir nichts weiter übrig als quer durch die Pampa Richtung Tiefenstein zu marschieren. Meine Füße brannten inzwischen so sehr, das ich mir eine Kippe dran hätte anstecken können. Da ich nicht raucht, lies ich es.
Die Ferne ist ein schöner Ort, doch wenn ich da bin, ist sie fort (Tamara Danz)
Hier kam ich durch die Andreasstraße zur Haltestelle "Krauth" und eine Minute später fuhr rein zufällig der Bus zum Bahnhof, was meine inzwischen sehr sehr brennenden Füße herzlich dankten. Immerhin haben die mich heute 31,5 Kilometer weit getragen. Über Berg und durchs Tal, obwohl der Biergarten zu war (ich wollte eigentlich nix mehr drüber sagen).




Bis bald im Wald, euer oller Waldkauz Rübezahl, der immer noch wegen dem geschlossenen Biergarten weint! Außerdem sehe ich immer Affen, wenn ich kein Bier hab... :-) :-) :-)




Dienstag, 28. Februar 2017

Der Nase nach auf drei Traumschleifen von Oberbrombach nach Oberstein

Gegangen am 18.02.2017

Blickrichtung Göttschied
Nachdem ich mich zwei Tage lang vom letzten Muskelkater erholt hatte, der schon eher ein erwachsener Muskeltiger war, hatte ich am 18.02. wieder Lust, mich zu bewegen. Und zwar erst mal mit dem Bus nach Oberbrombach. Dort fand ich einen Hinweis auf einen Römerpfad und dachte, den könnte ich eigentlich mal gehen. Gesagt getan!
Ich sage euch, von diesem Weg war ich stark beeindruckt. Auf sehr abenteuerlichen, kaum erkennbaren Pfaden geht es durch den Wald auf weichen Boden runter zur Nahe. Unten an der Nahe wird der Weg von losen Geröll bestimmt, das ab und zu von den Uferfelsen herab stürzt. Ein holpriger Pfad mit hoher Umknickgefahr! Es ist hier absolut still. Man hört nur die nahe Nahe plätschern und Vögel vögeln. Und die eigenen Schritte. Sowas liebe ich total.
Holprige Pfade hinunter zur Nahe

Die Nahe ganz nah
Aber Vorsicht. So schön der Weg auch ist, folgendes Schuhwerk würde ich für diesen Streckenabschnitt NICHT empfehlen: Schlappen, Slipper, Sandalen, Highheels und andere nicht geländegängige Modelle. Rollschuhe funktionieren auch ganz schlecht. Bald  kommt man zur Fischerhütte. Hier kann man, wenn man Glück hat und jemand da ist, sogar ein Bier bekommen. Am 13. August letzten Jahres bin ich schon mal hier vorbei gekommen, da war jemand da und hat mich zu einem Bierchen überredet. Für einen Euro das Stubbi! Ein Schnäppchen so zu sagen!
Die Fischerhütte
Nach der Fischerhütte gehts bald rechts hoch, wo man den Weg durch einen alten Wasserkanal ohne Wasser drin gelegt hat..........

.......und weiter bergauf, vorbei am "Schlossblick" und weiter bis man aus dem Wald herauskommt und Winnenberg vor sich sieht. Hier hat man ein Hinweisschild rechts an einen Baum genagelt, wo drauf steht, das ab hier der Weg den mir bekannten oberbrombacher Rundwegen "R3/4" folgt. Ich folgte ab hier dem R3 aber nach links wieder hinunter zur Nahe, wo man auf die "Traumschleife Gräfin Loretta" trifft. Ich dachte, die könnte ich eigentlich ein Stückchen gehen. Gesagt, getan!
Ich ging also nach rechts Richtung Sonnenberg, vorbei an der Frauenburg ohne sie zu besichtigen, umkurvte den Nahekopf, ohne die römische Kaiserallee zu besichtigen und rastete bei "Dirks Ruh" (ohne Dirks Anwesenheit), wo man eine herrliche Aussicht auf Sonnenberg und Winnenberg hat. In der Ferne kann man die Wildenburg erkennen, wenn man gute Augen hat. Ich hab ne Brille!
Aussicht bei "Dirks Ruh" mit Rübezahl und Sinnesbank
Ich folgte der "TS Gräfin Loretta" bis bis nach Hammerstein, ging aber an der Stelle, an der der Wanderweg links abbiegt, weiter geradeaus die "Höhenstraße" hinunter bis zur neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die Hammerstein mit Enzweiler verbindet. Früher gabs hier nur in den Sommermonaten eine Brücke, die das THW auf- und abbaute. Jetzt endlich gibt es eine Brücke für alle Jahreszeiten. Danke!
Die neue, ganzjährige Brücke zwischen Hammerstein und Enzweiler
Am anderen Ufer trifft man auf die Traumschleife "Rund um die Kama" und ich dachte mir, die könnte ich eigentlich mal ein Stückchen gehen. Gesagt, getan!
Ich folgte also dem mir schon bekannten Weg, beschloss hinter der Bahnunterführung abweichend von der Ausschilderung steil den Berg hinauf zu kraxeln, um mal etwas Neues auszuprobieren. Einfach der Nase nach eben. Ich überquerte die B41 irgendwie im Brückengewirr bei Enzweiler und stieß bald auf die Traumschleife "Edelsteinschleiferweg" und dachte mir, die könnte ich eigentlich ein Stückchen gehen. Gesagt, getan!
Der verkehrstechnische Geistesblitz bei Enzweiler


Vom Edelsteinschleiferweg wusste ich, das er sehr nahe bei mir zu Hause vorbei führt. Auch heftige Anstiege waren Gott sei Dank nicht mehr zu erwarten. Der Weg war gut und menschenleer. Die eine oder andere Aussicht war noch zu bestaunen. Rechts vom Weg hatten Ameisen mit viel Mühe und Fleiß einen Haufen gemacht. Ich habe auch schon Haufen in den Wald gemacht. Ohne Fleiß, aber durchaus mit Mühe. Die waren aber nicht so schön wie ein Ameisenhaufen und rochen auch nicht nach Tannennadeln. Wirklich nicht!!! Und Bilder davon gibts auch nicht!
Der Haufen
Bald hatte ich den Barbararing in Oberstein erreicht, überquerte die Straße nach Algenroth und musste nur noch durch den Wald hinunter zur Mainzer Straße, am Hohen Steg die Treppe runter und war zu Hause mit 21 Kilometern in den Beinen. Es war eine wunderschöne Tour, die ich im Sommer, wenn alles grün ist, bestimmt nochmal so gehen werde, mit kleinen Abweichungen vielleicht. Mit offenen Augen kann man auch zu dieser Jahreszeit kleine Naturwunder rechts und links des Weges entdecken.
Kleine Naturwunder
Web-Links zu den drei genannten Traumschleifen:
Gräfin Loretta:
Rund um die Kama:
Edelsteinschleiferweg:
http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/edelsteinschleiferweg

Das ist eine "Gelbflechte"

Hab mal probiert, ein Herz zu laufen! Schön gelle?


Bis bald im Wald, euer oller Waldkauz Rübezahl... :-D